Wie die Digitalisierung unser Leben verändert

An und für sich kommt es einem selbst meist so vor, als sei die Digitalisierung ein recht schleichender Prozess. Neuheiten, so meint man, sind selten von heute auf morgen da. Wer allerdings zurückblickt und die letzten zehn oder zwanzig Jahre Revue passieren lässt, der erkennt sehr schnell, wie rasch und plötzlich sich Vieles veränderte.

 

YouTube Video
Klicken um den Inhalt von YouTube anzusehen.
Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von YouTube

Durch die Digitalisierung hat sich das Leben massiv verändert. Oft zum Guten, jedoch nicht immer, denn Einiges ist deutlich kurzlebiger und hektischer geworden. Dafür werden heute aber beispielsweise schier endlos vielfältige Kontaktmöglichkeiten geboten. Dieser Artikel greift einige Aspekte des Freizeitbereichs auf, die durch die Digitalisierung verändert wurden.

Kommunikation: Text statt Wort

Was einst Telefonate und Briefe waren, wurde zu Telefonaten und SMS. Mit der Digitalisierung verschwanden die SMS dank moderner Messengerdienste beinahe vollends und müssen von den meisten Nutzern wohl auf dem Smartphone sprichwörtlich gesucht werden.

Digitalisierung revolutioniert die KommunikationAbbildung 1: Die Digitalisierung hat unsere Art, zu kommunizieren, revolutioniert. Heute sind wir fast rund um die Uhr erreichbar. Bildquelle: @ Kev Costello / Unsplash.com

Grundsätzlich bietet diese neue Form der Kommunikation jedoch unglaubliche Vorteile:

  • Textnachrichten – alle Messenger erlauben das schnelle Texten für zwischendurch. Die Messenger sind alle so aufgebaut, dass auch andere Personen einem Gespräch hinzugefügt werden können, sodass Absprachen schnell und einfach getroffen werden können.
  • Videoanrufe – über die Messenger lässt sich auch ein Videoanruf starten. Der Gesprächspartner lässt sich sprichwörtlich mit ins Wohnzimmer holen. Gerade jetzt sind diese Features überaus nützlich.
  • Nachteil – der Nachteil der neuen Kommunikation kommt oft in Sportvereinen, an Schulen oder auch im Arbeitsumfeld zum Vorschein. Es ist quasi schon Pflicht, in den WhatsApp-Gruppen zu sein. Viele Absprachen oder Aufgaben werden nur dort besprochen, sodass man ohne Smartphone kaum Zugang zu den Informationen hat.

Gerade der Kommunikationsbereich gilt als Paradebeispiel, wie sich unser Alltag durch digitale Medien verändert hat. Alles ist direkter geworden, so dass wichtige und auch ferne Kontakte nur ein paar Klicks entfernt sind.

Gaming: Online-Gaming statt einsames Zocken

Fast jeder hat sie vor dem inneren Auge: Die Computerspieler, die stets allein in ihrer dunklen Kammer sitzen und von der Welt getrennt das Spiel zocken. Mitunter ist das natürlich heute auch noch so, doch ermöglicht die Digitalisierung, dass zwar allein gehockt, doch nicht allein gespielt wird:

  • Online-Gaming – viele Spieler lassen sich im Multiplayermodus spielen. Freunde können sich virtuell zum Spieltag verabreden. Da Messenger- und Chatfunktionen ein integraler Bestandteil der Angebote sind, ist auch die Kommunikation während dem Spiel leicht möglich.
  • Auswahl – die Auswahl an Onlinespielen ist enorm. Selbst typische Computer- und Konsolenspiele sind mittlerweile online verfügbar. Hier zeigt sich die Digitalisierung von einer positiven Seite: Zum Beispiel werden Kinder aus finanziell schwächer gestellten Familien nicht vom Spiel ausgeschlossen, nur weil die Eltern keine diversen Konsolen erwerben können.
  • Casinoleben – für Erwachsene gibt es die Online-Casinos. Auch sie sind voll virtuell und bieten eine Spielauswahl, die ihresgleichen sucht. Viele Casinos haben mehr als 1500 Spielautomaten plus das klassische Spiel im Angebot. Zudem gibt es immer wieder neue Online Casinos in Deutschland, die um die Gunst der Spieler buhlen. Spieler sollten sich die Anbieter vorher genau anschauen, um am Ende ein wirklich passendes Online Casinos zu finden.

Und wer glaubt, dass Gaming stets mit Sitzen in Verbindung steht, der kennt die neue digitale Spielewelt nicht. Via VR-Brille oder speziellen Controllern kann auch das heimische Sportprogramm spielerisch absolviert werden. Im VR-Bereich werden immer mehr Titel veröffentlicht, die Spiel und körperliche Betätigung geschickt miteinander verbinden. Dies könnte bald schon der neueste Trend im Gaming-Bereich werden.

Brettspiele virtuell: Den Spieleabend im Netz planen

Insbesondere in den letzten Monaten hat sich die Brettspielindustrie digitalisiert. Gab es zuvor einige Titel, die vom Brett auf den Bildschirm gebracht wurden, so ist es heute der Großteil der Spiele. Und was bedeutet das?

  • Digitale Spieleabende – durch das Internet verändern sich auch die Freundeskreise. Befreundete Personen leben oft viele Kilometer entfernt oder auf einem anderen Kontinent. Durch die Digitalisierung können jetzt aber auch typische Brettspiele im virtuellen Umfeld gezockt werden.
  • Vereinfacht – wer in einer WG lebt, kleine Kinder hat oder auch nur keinen Platz für mehrere Personen und Spielbretter, der kann selbst nun online einen Spieleabend anbieten. Da der Zugang auch über Smartphones erfolgen kann, wird wirklich kein Platz benötigt.

Lesen: die Bibliothek in Geräten

Bei diesem Punkt streiten sich weiterhin die Geister. Dennoch sind E-Bookreader und E-Books eine grandiose Erfindung. Endlich können die Reisetaschen gut gefüllt werden, ohne dass die fünf Bücher mit ins Gewicht eingerechnet werden müssen. Die Vorteile:

  • Bibliothek – die digitale Bibliothek ist immer mit dabei, sofern der Reader oder aber das Smartphone mit entsprechender App im Gepäck ist. Die Dateien haben kein Gewicht, wodurch das Reisegepäck stets leicht bleibt.
  • Vorlesen lassen – nicht immer hat man Lust zum Lesen. Die Digitalisierung erlaubt es aber auch, E-Books vorlesen zu lassen, selbst wenn es sich nicht um ein Hörbuch handelt.
  • Hörbücher – auch sie sind dank Digitalisierung immer mit dabei. Wer von früher noch das Wechseln der Kassette kennt, der weiß heute, dass Bücher auch durchgehört werden können.

Was für E-Books und Bücher gilt, trifft natürlich auch auf den Musik- und TV-Genuss zu. Das Musikstreaming ist quasi zur Normalität geworden und die geliebten Bands, Playlists und Platten sind immer mit dabei. Selbst Konzerte gibt es heute live und digital.

Hobby und Freizeit: Facebook-Gruppe statt Hobbyraum

Je nach Hobby ist die Digitalisierung nicht erst in den letzten Jahren im Haus angekommen. Viele Fans aus aller Welt trafen sich schon rund um 2000 in Onlineforen, um sich auszutauschen. Heute ist das jedoch noch einfacher:

  • Facebook – die Gruppen sind einfach zu finden und jeder kann mitmachen. Sicherlich sind nicht alle Gruppen in den sozialen Netzwerken ratsam oder nützlich, aber gerade bei Hobbys, die keine so große Verbreitung haben kann eine entsprechende Facebook-Gruppe helfen. Hier Gleichgesinnte zu finden ist ganz einfach.
  • Austausch – Informationen sind selbst zu wenig populären Themen schnell zu finden. Mussten beispielsweise Fischfreunde früher Literatur wälzen oder sich auf das Wort der einigen wenigen erreichbaren Gleichgesinnten verlassen, so können Hobbyisten heute im Nu verschiedene Meinungen erhalten und sich Tipps holen.
  • Verabredungen – über diese Gruppen lassen sich natürlich auch echte Treffen vereinbaren. Oft sind es Menschen, die früher nie zusammengekommen wären, nun aber die Chance haben, über ihr Hobby Freundschaften zu entwickeln.

Trotz allem ersetzt die Digitalisierung nicht den Hobbyraum oder den Gruppenraum des Sportvereins. Die virtuellen Räume sind lediglich eine wertvolle Ergänzung.

Soziale MedienHobbys lassen sich heute online sehr gut leben. Es gibt viele Gruppen in sozialen Medien, wo sich Gleichgesinnte treffen und austauschen.

Fazit – Vorteile der digitalen Welt mit Bedacht genießen

Die Digitalisierung bietet auch für das Privatleben und den Alltag wunderbare Vorteile. Aus vielen Bereichen ist sie gar nicht mehr fortzudenken. Direkte Kommunikation über den gesamten Erdball, vielfältige Kontaktmöglichkeiten und gemeinsamer Spielspaß mit jedem beliebigen anderen Spieler weltweit sind nur einige davon. Trotzdem sollten die Nachteile nicht völlig unberücksichtigt bleiben, denn ein rein digitales Leben kann trotz virtuellen Kontakten zur Vereinsamung führen. Der direkte persönliche Austausch und körperliche Nähe sollten nicht vollständig auf der Strecke bleiben.

X