Bis zum Horizont, dann links!

Bis zum Horizont, dann links!“ ist eine deutsche Filmkomödie, die das Thema Altersheim auf erfrischende Weise behandelt. Regisseur Bernd Böhlich erzählt die Geschichte einer Gruppe Senioren, die sich nicht mit ihrem eintönigen Alltag abfinden wollen. Die Hauptfigur Eckehardt Tiedgen, gespielt von Otto Sander, bildet das Herzstück des Films. Er verleiht seiner Rolle eine Mischung aus trockenem Humor und Sturheit, die dem Film eine besondere Note gibt.

Dauer: 93 Min.
Jahr:
Regie: Bernd Böhlich
Produzenten: Eva-Marie Martens, Alexander Martens
Hauptdarsteller: Otto Sander, Angelica Domröse, Ralf Wolter
Nebendarsteller: Marion van de Kamp, Us Conradi, Monika Lennartz
Genre: Komödie
Studio: MAFILM GmbH
Sprachen: Deutsch, English

Der Film beginnt im Seniorenheim, wo die Bewohner mit den typischen Problemen des Alters kämpfen. Die Routine wird jedoch schnell durchbrochen, als die Senioren einen mutigen Plan schmieden. Sie wollen noch einmal das Gefühl der Freiheit erleben und machen sich auf den Weg zu einem unvergesslichen Abenteuer. Kann diese bunt zusammengewürfelte Gruppe ihren Traum verwirklichen und ihre letzte große Reise antreten?

Besetzung / Schauspieler, Regie und Drehorte

Bis zum Horizont, dann links!“ ist eine deutsche Filmkomödie unter der Regie von Bernd Böhlich aus dem Jahr 2012. Das Drehbuch schrieb ebenfalls Bernd Böhlich, während Eva-Marie Martens und Alexander Martens die Produktion übernahmen. Die Musik komponierte Rainer Oleak, Florian Foest war für die Kamera zuständig und den Schnitt übernahm Esther Weinert. Der Film hat eine Länge von 93 Minuten und ist für Zuschauer ab 0 Jahren freigegeben.

In der Besetzung glänzen Otto Sander als Eckehardt Tiedgen, Angelica Domröse als Annegret Simon, Ralf Wolter als Willy Stronz und Marion van de Kamp als Fanny Dè Artong. Weiterhin sind Us Conradi als Hanny Dè Artong, Monika Lennartz als Evelyn Miesbach, Herbert Feuerstein als Herbert Miesbach sowie Anna Maria Mühe als Schwester Amelie zu sehen. Tilo Prückner spielt die Rolle des Schleppers. Diese vielfältige Besetzung verleiht dem Film seine besondere Dynamik und Lebendigkeit.

Gedreht wurde an verschiedenen Orten in Deutschland, darunter das Herrenhaus Blankensee, das Technikmuseum Hugo Junkers und der angrenzende Flugplatz in Dessau-Roßlau sowie der Flughafen Leipzig-Halle. Außerdem fanden Dreharbeiten auf der kroatischen Insel Lošinj statt. Der Film erzielte weltweit einen Bruttoertrag von 1.417.455 $.

Annegret Simon wird von ihrem Sohn in die Seniorenresidenz Abendstern gebracht und ist dort unglücklich. Auch Eckehardt Tiedgen ist mit seinem Leben im Altersheim unzufrieden. In einer Nacht gelingt es Tiedgen, dem Freund der Schwester Amelie, einem Polizisten, eine Waffe zu entwenden. Am nächsten Tag entführt er während eines Rundflugs mit einem historischen Flugzeug die Maschine und fordert, zum Mittelmeer zu fliegen. Tiedgen hat nichts zu verlieren, da seine Kinder ihn hassen und nicht besuchen, während er selbst seine Kinder verachtet, weil sie jung sind.

Anfangs sind einige Insassen gegen die Entführung, aber Annegret Simon lässt eine Abstimmung durchführen und erhält eine Mehrheit für den Flug. Die widerspenstige Schwester wird in die Bordtoilette gesperrt. Am Flughafen Wien fordern die Senioren Treibstoff und Lebensmittel. Die ehemalige Schauspielerin Fanny Dè Artong verkleidet sich als arabische Terroristin, um die Forderungen zu übermitteln. Die Wiener Behörden, besorgt über die bevorstehende Landung des russischen Präsidenten, erlauben den Weiterflug. Der junge Copilot Mittwoch steuert die Maschine über die Alpen, während die Passagiere zu Musik tanzen.

Über der Adria geht der Treibstoff aus, doch der erfahrene Pilot Schlepper kann die Maschine im Gleitflug sicher auf einer Graspiste einer Insel landen. Zusammen mit einem örtlichen Polizisten macht er sich auf, um neuen Sprit zu holen. Die Passagiere steigen aus und stehen nach wenigen Schritten am Meer, womit sie sich einen lang gehegten Traum erfüllen. Sie erleben ein letztes großes Abenteuer und genießen die Freiheit, die sie sich so sehr gewünscht haben.

Bernd Böhlichs Komödie „Bis zum Horizont, dann links!“ erzählt von einer Gruppe Senioren, die ein Flugzeug kapern und zum Mittelmeer fliegen. Trotz der charmanten Besetzung und eines herausragenden Otto Sander gelingt es nicht, jede Pointe zu treffen. Der Film wirkt oft konstruiert und überraschungsarm, obwohl die liebenswerte Rentnertruppe viel Potenzial bietet. Die Schwächen des Drehbuchs werden durch die überzeugenden Darstellungen der Schauspieler teilweise ausgeglichen, aber die Handlung bleibt streckenweise vorhersehbar und wenig spannend.

Der Film beginnt mit verwechselten Gebissen und klischeehaften Gags über Inkontinenz, was wenig originell wirkt. Erst an Bord des Flugzeugs wird es unterhaltsamer, als die Senioren demokratisch über ihren Kurs abstimmen. Die Charaktere sind zwar nicht alle gleich überzeugend, aber Figuren wie der penible Herbert Miesbach und der freudige Kriegsveteran bringen Abwechslung. Dennoch bleiben viele Figuren flach, und die Gags zünden nicht immer. Das Potenzial für tiefgründigen Humor wird selten ausgeschöpft, und oft bleibt der Film bei oberflächlichen Witzen stehen.

Otto Sander glänzt als Eckehardt Tiedgen und verleiht seiner Figur eine angenehme Mischung aus trockenem Charme und Sturheit. Diese Leistung hebt den Film deutlich. Neben ihm wirken andere Darsteller wie Robert Stadlober und Anna-Maria Mühe blass. Die erzwungene Romanze zwischen ihren Figuren fügt der Geschichte wenig hinzu und wirkt unnötig. Insgesamt bleibt „Bis zum Horizont, dann links!“ trotz seiner Schwächen sehenswert, vor allem dank der hervorragenden Darstellungen und des sympathischen Ensembles. Die Komödie schafft es, leichte Unterhaltung zu bieten, ohne dabei jedoch tiefere Eindrücke zu hinterlassen.

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