Conjuring 3: Im Bann des Teufels

Conjuring 3: Im Bann des Teufels“ erzählt die packende Geschichte der Dämonologen Ed und Lorraine Warren. Im Jahr 1981 versuchen sie, den achtjährigen David Glatzel von einem Dämon zu befreien. Doch als der Exorzismus schiefgeht, bietet sich Arne Johnson, ein Freund der Familie, dem Dämon an. Der Fluch geht von David auf Arne über, was zu einem dramatischen Herzinfarkt bei Ed führt. Im Krankenhaus kämpft er ums Überleben, während Arne von unheimlichen Visionen geplagt wird, die ihn schließlich zu einem tödlichen Akt treiben.

Dauer: 112 Min.
FSK: ab 16 Jahren
Jahr:
Regie: Michael Chaves
Produzenten: Peter Safran, James Wan
Hauptdarsteller: Vera Farmiga, Patrick Wilson, Ruairi O’Connor
Nebendarsteller: Sarah Catherine Hook, Julian Hilliard, John Noble
Genre: Horror
Studio: Warner Bros.
Sprachen: Deutsch, English

Nach Arnes Verhaftung versuchen Ed und Lorraine seine Unschuld zu beweisen. Sie finden heraus, dass ein Totem in Davids Haus eine Schlüsselrolle spielt. Ihre Ermittlungen führen sie zu Pater Kastner, der ihnen wertvolle Hinweise gibt. Dennoch bleibt die Frage offen, ob sie die wahren Hintergründe aufdecken und Arne retten können. Wie werden die Warrens die dunklen Mächte bekämpfen, die ihr Leben und das ihrer Freunde bedrohen?

Besetzung / Schauspieler, Regie und Drehorte

Conjuring 3: Im Bann des Teufels“ ist ein US-amerikanischer Horrorfilm unter der Regie von Michael Chaves, der 2021 erschien. Das Drehbuch verfasste David Leslie Johnson-McGoldrick. Produziert wurde der Film von Peter Safran und James Wan, während Joseph Bishara die Musik komponierte. Die Kameraarbeit übernahm Michael Burgess und der Schnitt erfolgte durch Peter Gvozdas und Christian Wagner. In den Hauptrollen sind Vera Farmiga als Lorraine Warren, Patrick Wilson als Ed Warren und Ruairi O’Connor als Arne Johnson zu sehen. Weitere Rollen übernahmen Sarah Catherine Hook als Debbie Glatzel, Julian Hilliard als David Glatzel, Eugenie Bondurant als Isla, die Okkultistin, und John Noble als Pater Kastner.

Die Dreharbeiten begannen am 3. Juni 2019 in Atlanta und fanden an verschiedenen Drehorten in Georgia statt, darunter das Coweta County Courthouse in Newnan und der Westview Cemetery in Atlanta. Trotz der Pandemie verzögerten sich die Nachdrehs, jedoch konnte der Film rechtzeitig fertiggestellt werden. „Conjuring 3: Im Bann des Teufels“ feierte am 1. Juli 2021 in Deutschland Premiere, nachdem bereits Previews beim Fantasy Filmfest gezeigt wurden. Mit einer Dauer von 112 Minuten erhielt der Film eine FSK-16-Freigabe.

Am Eröffnungswochenende erreichte der Film in den USA ein Einspielergebnis von rund 24 Millionen US-Dollar. Weltweit erzielte er Einnahmen von 206,4 Millionen US-Dollar, bei einem Budget von 39 Millionen US-Dollar. In Deutschland lockte der Film insgesamt 750.561 Besucher in die Kinos. Auf HBO Max wurde der Film in den ersten Wochen millionenfach abgerufen. Ein vierter Teil ist bereits in Planung und wird erneut von David Leslie Johnson-McGoldrick geschrieben. Patrick Wilson, Vera Farmiga und Michael Chaves kehren zurück, und die Fortsetzung wird den Titel „The Conjuring: Last Rites“ tragen.

Inhalt und Handlung vom Film „Conjuring 3: Im Bann des Teufels“

Im Jahr 1981 führen die Dämonologen Ed und Lorraine Warren einen Exorzismus am achtjährigen David Glatzel durch. Pater Gordon leitet die Austreibung, die zunächst erfolglos bleibt. Arne Johnson, ein Freund der Glatzel-Familie und Partner von Davids Schwester Debbie, bietet sich selbst dem Dämon an, um David zu retten. Der Fluch geht daraufhin von David auf Arne über. Ed beobachtet diesen Vorfall und erleidet einen Herzinfarkt, verursacht durch den Dämon. Er überlebt knapp im Krankenhaus. Währenddessen wird Arne zunehmend von Visionen und Halluzinationen geplagt, die schließlich dazu führen, dass er seinen Freund und Vermieter Bruno Sauls tötet.

Arne wird kurz darauf verhaftet und in Untersuchungshaft gebracht. Ed und Lorraine können keine direkte dämonische Präsenz nachweisen, überzeugen jedoch Arnes Anwältin Meryl, auf Unschuld wegen Besessenheit zu plädieren. Die Staatsanwaltschaft fordert hingegen die Todesstrafe. Die Warrens beginnen ihre Ermittlungen und finden im Keller der Glatzels ein Totem, das zur Beschwörung eines Dämons diente. Auf Empfehlung von Pater Gordon treffen sie den pensionierten Pater Kastner. Er erklärt, dass David nicht besessen, sondern verflucht war. Diese Erkenntnis bringt die Ermittlungen voran.

Die Jagd nach der Okkultistin

Drew Thomas entdeckt einen ähnlichen Fall in Massachusetts. Ed und Lorraine arbeiten dort mit Sergeant Clay zusammen. Lorraine nutzt ihre Visionen, um einen lokalen Mord zu untersuchen, der Parallelen zu Arnes Fall aufweist. Sie spürt den Leichnam der Mörderin auf und stellt durch Berührung eine Verbindung zur Okkultistin her, die hinter den Ereignissen steckt. Diese Okkultistin ist auch für Arnes Verfluchung verantwortlich. Die Erkenntnisse führen die Warrens zurück nach Connecticut, wo Drew weitere Details über den Fluch preisgibt: Der Dämon verlangt zwei Opfer, eines durch Mord und eines durch Suizid, um den Fluch zu vollenden.

Die Warrens erkennen, dass die Okkultistin nur durch die Zerstörung ihres Altars gestoppt werden kann. Als ein Totem im Haus der Warrens auftaucht, suchen sie erneut Pater Kastner auf. Dieser gesteht, dass seine uneheliche Tochter Isla die Okkultistin ist. Sie wurde durch sein Interesse am Okkulten inspiriert. Im Haus des Paters kommt es zum Kampf, bei dem Ed den Altar zerstört. Damit verhindern sie, dass Arne im Gefängnis Selbstmord begeht. Da Isla den Dämon nicht wie versprochen mit zwei Opfern versorgen konnte, wird sie selbst von ihm getötet. Dies beendet den Fluch.

Nach den dramatischen Ereignissen wird Arne nur zu fünf Jahren Freiheitsentzug wegen Totschlags verurteilt. Die erneute Verfluchung im Gefängnis wird von vielen Augenzeugen bestätigt, was seine Strafe mildert. Die Warrens haben einmal mehr ihre Fähigkeiten als Dämonologen unter Beweis gestellt. Ihr Engagement und ihre Entschlossenheit retten nicht nur Arnes Leben, sondern bringen auch die Wahrheit ans Licht. Der Fall zeigt die komplexen Verstrickungen zwischen dem Okkulten und der Realität. Er verdeutlicht zudem die ständige Gefahr, der die Warrens bei ihrer Arbeit ausgesetzt sind.

Filmkritik und Rezension von „Conjuring 3: Im Bann des Teufels“

Conjuring 3: Im Bann des Teufels“ gelingt es nicht, die Magie des ersten Teils wiederaufleben zu lassen. Obwohl der Film solide inszeniert ist, fehlen die bahnbrechenden neuen Elemente, die „Conjuring – Die Heimsuchung“ so besonders gemacht haben. Chaves, der bereits „Lloronas Fluch“ drehte, tritt in die Fußstapfen von James Wan, schafft es jedoch nicht, dessen Meisterhaftigkeit zu erreichen. Die Geschichte um das verfluchte Ehepaar Ed und Lorraine Warren bleibt spannend, aber sie entfaltet nicht die gleiche Intensität wie ihre Vorgänger. Die Effekte wirken vertraut und schocken nicht mehr wie einst.

Die Inszenierung der Exorzismus-Szenen in „Conjuring 3: Im Bann des Teufels“ setzt auf altbewährte Mittel, bleibt aber hinter den Erwartungen zurück. Die Effekte und Gruselstrategien verfehlen oft ihre Wirkung und bleiben oberflächlich. Einige kreative Momente, wie die Geisterhand, die eine Schachtel Frühstücksflocken zieht, sorgen für Schmunzeln, doch der große Schockmoment bleibt aus. Die emotionalen Verbindungen zu den gepeinigten Charakteren sind schwach, was auch an den Darstellern liegt, die nicht das gleiche Charisma wie ihre Vorgänger mitbringen.

Regisseur Michael Chaves und Co-Autor James Wan fokussieren sich stärker auf die private Seite der Warrens, was ein interessanter Ansatz ist. Leider bleibt das Drehbuch hier flach und verpasst die Chance, tiefer in das Alltagsleben des Dämonologen-Ehepaares einzutauchen. Die fehlende Präsenz von Warren-Tochter Judy ist enttäuschend, da sie in den vorherigen Filmen eine zentrale Rolle spielte. Der dritte Teil der Conjuring Filmreihe hätte die Möglichkeit gehabt, Rückverweise zu streuen und den Erzählkosmos zu verdichten.

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