Der ganz große Traum

Der ganz große Traum“ ist ein mitreißender deutscher Film aus dem Jahr 2011, der auf einer wahren Geschichte basiert. Unter der Regie von Sebastian Grobler entführt das Drama die Zuschauer ins 19. Jahrhundert, in dem der innovative Lehrer Konrad Koch aufgrund seiner unkonventionellen Lehrmethoden auf Widerstand stößt. Der Film thematisiert den Mut, die Leidenschaft und die Kraft der Veränderung, die in der Einführung des Fußballs als Lehrmittel für den Englischunterricht liegt. Durch diesen Ansatz werden die Schüler nicht nur in der englischen Sprache unterrichtet, sondern erfahren auch wichtige Lektionen über Teamgeist, Fairness und Selbstbewusstsein.

Dauer: 105 Min.
Jahr:
Regie: Sebastian Grobler
Produzenten: Anatol Nitschke, Raoul Reinert
Hauptdarsteller: Daniel Brühl, Burghart Klaußner, Kathrin von Steinburg
Nebendarsteller: Jürgen Tonkel, Thomas Thieme
Genres: Drama, Sportfilme
Studio: LEONINE Studios
Sprachen: Deutsch, English

In der Hauptrolle brilliert Daniel Brühl als Konrad Koch, der mit seiner charismatischen Darstellung das Publikum in seinen Bann zieht. Trotz Widerständen von Kollegen, Eltern und dem Schulleiter kämpft Konrad unermüdlich dafür, seine Schüler für das Lernen zu begeistern und ihr volles Potenzial zu entfalten. Dieser Film stellt die Bedeutung von Bildung, Innovation und der Bereitschaft, den Status quo herauszufordern, in den Vordergrund. Mit seiner emotionalen und eindrucksvollen Erzählweise schafft „Der ganz große Traum“ ein unvergessliches Filmerlebnis, das zum Nachdenken anregt und das Herz berührt.

Besetzung / Schauspieler, Regie und Drehorte

Der ganz große Traum“ entstand unter der Regie von Sebastian Grobler, während Philipp Roth und Johanna Stuttmann für das Drehbuch verantwortlich waren. Anatol Nitschke und Raoul B. Reinert produzierten den Film, Ingo Ludwig Frenzel komponierte die Musik, und Martin Langer führte die Kamera. Für den Schnitt zeichnete Dirk Grau verantwortlich.

In den Hauptrollen glänzen Daniel Brühl als Konrad Koch, Burghart Klaußner als Gustav Merfeld und Thomas Thieme als Dr. Roman Bosch. Weitere Darsteller sind Jürgen Tonkel, Justus von Dohnányi, Kathrin von Steinburg, Axel Prahl, Theo Trebs und Adrian Moore.

Der Film wurde 2011 veröffentlicht und hat eine Laufzeit von 105 Minuten. Er ist für alle Altersgruppen (FSK 0) freigegeben. Gedreht wurde das Drama größtenteils in und um Braunschweig, darunter im Gymnasium im Schloss in Wolfenbüttel. Das Budget betrug knapp 5,5 Millionen Euro.

Die Weltpremiere fand im Berliner Sony Center statt, gefolgt von Kinostarts in Deutschland und Österreich. International ist der Film als „Lessons of a Dream“ bekannt. Die Handlung basiert lose auf realen Ereignissen, jedoch wurden einige Aspekte für dramatische Zwecke angepasst.

„Der ganz große Traum“ erhielt mehrere Nominierungen und Auszeichnungen, darunter für den Deutschen Filmpreis und den New Faces Award für Theo Trebs.

Inhalt und Handlung vom Film „Der ganz große Traum“

Der Film beginnt in England, wo der junge Lehrer Konrad Koch englische Literatur unterrichtet. Es zieht ihn jedoch nach Deutschland, um an einer renommierten Schule in Braunschweig zu unterrichten. Hier soll er als erster Englischlehrer arbeiten. Schnell bemerkt Konrad, dass die Schule sehr streng und konservativ geführt wird. Um seine Schüler für den Englischunterricht zu begeistern, entwickelt er eine innovative Methode. Er bringt ihnen den englischen Fußball bei, der zu dieser Zeit noch unbekannt ist.

Mit Hilfe eines eigens importierten Fußballs erklärt er die Regeln des Spiels. Zuerst sind die Schüler skeptisch, doch ihre Neugier gewinnt die Oberhand. Durch diese ungewöhnliche Methode lernen sie nicht nur Englisch, sondern auch Teamgeist und Fairness. Währenddessen trifft Konrad auf Widerstände von Schülern, Kollegen und Eltern. Besonders der Schulleiter von Schwartz und der Turnlehrer Müller-Osten wollen ihn stoppen. Sie fürchten den Einfluss des Fußballs und dessen modernen Gedanken.

Konrad gibt nicht auf und organisiert ein Fußballspiel gegen eine englische Mannschaft. Dadurch möchte er beweisen, dass seine Methode funktioniert und die Schüler erfolgreich Englisch lernen. Das Spiel rückt näher und die Spannung steigt. Zur gleichen Zeit verliebt sich Konrad in die schöne Klara, die Tochter des Schulleiters. Sie unterstützt ihn, obwohl sie damit ihrem Vater widerspricht. Klara glaubt an Konrad und seinen Traum von einem besseren Schulsystem.

Der große Tag

Der große Tag des Spiels kommt und die Schüler sind aufgeregt. Sie treten gegen die englischen Gegner an, die älter und erfahrener sind. Trotzdem geben sie nicht auf und kämpfen bis zum Schluss. Am Ende verlieren sie zwar das Spiel, doch sie haben wichtige Lektionen gelernt. Durch den Fußballunterricht haben sie ihre Englischkenntnisse und sozialen Kompetenzen verbessert. Konrad hat ihnen gezeigt, dass Lernen Spaß machen kann.

Die Eltern und Kollegen erkennen langsam den Wert von Konrads Methoden. Sie sehen, dass der Fußball den Schülern geholfen hat, ihre Persönlichkeit zu entwickeln. Selbst der Schulleiter von Schwartz beginnt, seine Meinung zu ändern. Turnlehrer Müller-Osten bleibt jedoch weiterhin skeptisch. Er fordert Konrad zu einem entscheidenden Spiel heraus. Dabei sollen die Schüler beider Lehrer gegeneinander antreten. Das Spiel soll zeigen, welche Methode besser ist.

Anfangs sieht es schlecht aus für Konrads Mannschaft, da Müllers Schüler gut trainiert sind. Trotzdem kämpfen sie tapfer weiter und geben nicht auf. Im Laufe des Spiels entwickeln sie immer mehr Teamgeist und Selbstbewusstsein. Währenddessen feuern die Zuschauer begeistert beide Teams an. Sie erkennen, dass der Wettbewerb zwischen den Methoden den Schülern guttut. Konrads unkonventionelle Art wird immer mehr geschätzt und respektiert.

Die Beziehung zu Klara

Als das entscheidende Tor fällt, ist die Freude groß. Konrads Mannschaft gewinnt das Spiel und beweist damit, dass seine Methode erfolgreich ist. Die Schüler haben nicht nur Englisch gelernt, sondern auch wichtige soziale Fähigkeiten entwickelt. Nach diesem Sieg wird Konrad von der Schule anerkannt und respektiert. Sein Traum von einem modernen, offenen Schulsystem ist in greifbare Nähe gerückt. Auch seine Beziehung zu Klara festigt sich, und sie werden ein Paar.

Der Film endet mit einer Szene, in der Konrad und seine Schüler gemeinsam Fußball spielen. Sie feiern ihren Erfolg und die positiven Veränderungen, die sie erreicht haben. „Der ganz große Traum“ zeigt, dass Mut, Leidenschaft und innovative Ideen die Welt verändern können.

Filmkritik und Rezension von „Der ganz große Traum“

Regisseur Sebastian Grobler erzählt in seinem Filmdebüt „Der ganz große Traum“ die faszinierende Geschichte des ersten Fußballs in Deutschland. Die Kinder lernen langsam das Spiel und dessen Bedeutung, während die Honoratioren es als barbarisch und subversiv betrachten. Groblers Film zeigt Fußball als eine befreiende Kraft, mal ganz ohne Sportwetten, die sich gegen die spießige preußische Gesellschaft auflehnt.

In dramaturgischer Hinsicht ähnelt der Film Peter Weirs „Club der toten Dichter“, und obwohl Grobler und seine Autoren historische Ereignisse verdichten, verleiht dies der Geschichte Dynamik und Leichtigkeit. Die Inszenierung ist flüssig und präzise, ohne unnötige Effekthascherei.

Der Film akzentuiert den Moment, in dem Schüler und Lehrer, Spieler und Trainer zu einer Einheit verschmelzen. Trotzdem inszeniert Grobler die Fußballszenen eher zurückhaltend und unspektakulär, um die Glaubwürdigkeit der Geschichte zu wahren. Insgesamt ist „Der ganz große Traum“ ein gelungener Film, der ehrlichen Realismus und historische Faszination miteinander verbindet.

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