Die Geschichte der O

Die Geschichte der O“ wurde ein Meilenstein des Softporno-Genres gelegt. Die äußerst hübsche O wird in einem Schloss, in der Nähe von Paris, gebracht. Ziel von ihrem Freund René ist es, ihr die Unterwürfigkeit und verschiedene sexuelle Spielchen beizubringen. Dazu engagiert ihr Freund mehrere Männer, darunter auch den Engländer Sir Stephen. Wie empfindet die Dame in dieser Situation?

Dauer: 104 Min.
FSK: ab 18 Jahren
Jahr:
Regie: Just Jaeckin
Produzenten: Gérard Lorin, Éric Rochat
Hauptdarsteller: Udo Kier, Anthony Steel, Corinne Cléry
Nebendarsteller: Jean Gaven, Christiane Minazzoli, Martine Kelly
Genre: Erotik
Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch

„Die Geschichte der O“ ist ein französischer Liebesfilm aus dem Jahre 1975. Die Handlung basiert auf dem sadomasochistischen Roman von Dominique Aury. Bereits an dem Jahrgang der Herausgabe erkennen Sie, dass es zu Verbreitungsbeschränkungen kam. In vielen Ländern löste „Die Geschichte der O“ heftige Kontroversen aus.

Besetzung / Darsteller, Regie und Drehorte

In „Die Geschichte der O“ führte Just Jaeckin Regie. Dabei handelt es sich um einen französischen Filmregisseur und Modefotografen. Über eine Länge von 105 ungeschnittenen Minuten erlangt die Hauptperson, Corinne Clery als O, sexuelle Erfüllung durch Unterwürfigkeit. Es ist nicht weiter verwunderlich, dass der erotische Film nur eine Altersfreigabe ab dem 18. Lebensjahr erreichte.

Das Drehbuch von Sébastien Japrisot basiert auf dem Roman von Dominique Aury, welches eine sadomasochistische Ader verfolgt. In der Produktion arbeiteten Gérard Lorin und Éric Rochat. Mit Francine Pierre wurden die einzelnen Szenen geschnitten und mit der Filmmusik von Pierre Bachelet untermalt.

Zwei Männer an der Kamera filmten die Besetzung. Es waren der Produzent Robert Fraisse und der Produzent Yves Rodallec. Zu sehen sind: Udo Kier in der Rolle des Freundes der Dame. Anthony Steel mimt den englischen Sexlehrer Sir Stephen. Jean Gaven bringt Pierre auf die Leinwand. Alain Noury schlüpft in die Rolle von Ivan. Christiane Minazzoli spielt den Charakter Anne-Marie. In weiteren Rollen sind zu sehen: Martine Kelly, Jean-Pierre Andréani, Gabriel Cattand, Li Sellgren, Albane Navizet und Nadine Perles.

Handlung & Story vom Film „Die Geschichte der O“

Die unterwürfige O ist eine erfolgreiche Pariser Modefotografin, eine echte Karrierefrau. Kurz nach dem Beginn der Freundschaft zu René wird sie auf ein abgeschiedenes Schloss gebracht. Das Schloss Roissy befindet sich in Nähe von Paris. Es ist ein Privatanwesen mit gotischem Innern, wo ständig Frauen ausgebildet werden, um unterwürfige Sexpartner für ihre Männer zu sein. Die ist auch der Hintergrund, warum René seine Freundin dorthin sendet. Aus Liebe zu ihm lässt O sich zu einem unterwürfigen Sexobjekt ausbilden.

 

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Während des Aufenthalts in dem Schloss lernt O eine gehorsame „Sexsklavin“ zu sein. Allerdings scheint sie Talent zu haben, denn die ganze Zeit bleibt sie stets selbstbewusst. Schon in ihrem Beruf war sie stark, unabhängig und führte ein selbst bestimmendes Leben. Dazu kommt, dass sie sich ihrer Macht über die unterschiedlichen Männer völlig bewusst ist. Alles, was sie dort lernt, geschieht mit ihrem Einverständnis. Vor jeder neuen Übung wird sie um Einverständnis gefragt. Es handelt sich um orale, anale oder vaginale Praktiken. Über die ganze Zeit trägt O eine Uniform. Diese besteht aus einem freizügigen Kleid sowie einem Lederhalsband und Ledermanschetten. In verschiedenen Stellungen wird sie ausgepeitscht und gefesselt. Alles während sie den Blick gesenkt halten soll.

Nach dem Aufenthalt im Schloss ist die Ausbildung noch nicht zu Ende. René bittet sie, zu seinem väterlichen Freund Sir Stephen zu gehen. Es ist ein weiterer Liebesbeweis an ihn. Dort soll sie sich dessen Wünschen bedingungslos fügen.

Es kommt, wie in der Wirklichkeit, zu einigen gefühlsmäßigen Verirrungen. Sir Stephen ist noch dominanter als René selbst. Es dauert nicht lange und O verliebt sich in den älteren Vertrauten. Diese bedingungslose Unterordnung endet in einem Finale. Als Beweis ihrer Liebe soll O sich freiwillig das Zeichen von Sir Stephen einbrennen lassen. Stimmt sie dem zu?

Ziemlich zum Schluss begleitet O Sir Stephen auf einen exklusiven Ball. Sie trägt nur eine fantasievolle Federmaske auf der Haut. Danach sieht der Zuschauer eine weitere Szene, in dem der Bitte für die Erkennbarkeit nachgegangen wird. Sir Stephen nutzt eine Zigarettenspitze und hinterlässt ein ringförmiges Brandzeichen auf der Haut der unterwürfigen O. Das besagte Symbol der Unterwürfigkeit. Diese letzte Tat basiert nicht auf der literarischen Grundlage und stammt von dem Autor des Drehbuches.

 

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Der Film „Die Geschichte der O“ zeigt keine detaillierten Darstellungen von einem Geschlechtsverkehr oder einer verbale Obszönität. Dennoch weist die Thematik, die aufwendige Ausstattung und die Ästhetik, Verbindungen zum Porno Chic der 1970er Jahre auf. In demselben Jahr erschien eine Produktion von Gerard Damianos („The Story of Joanna“), welche dieselbe Romanvorlage nutzt. Aus Lizenzgründen wurde ein anderer Titel genutzt und die Thematik wesentlich radikaler umgesetzt.

Fazit & Kritiken zum Film „Die Geschichte der O“

Es gibt immer noch Menschen, die keine Lust auf „Fifty Shades of Grey“ haben. Vielleicht ist es an der Zeit sich „Die Geschichte der O“ näher anzuschauen. Dieses Werk wurde gerade einmal knapp ein Jahr nach der Veröffentlichung mit dem Prix des Deux Magots ausgezeichnet. Es handelt sich um einen der bedeutendsten französischen Literaturpreise. Das Buch wurde in mehr als 20 Sprachen übersetzt. Bis heute zählt es zu den wichtigsten und bekanntesten Erotikromanen weltweit. „Die Geschichte der O“ ist neben „9 1/2 Wochen“ eine der bekanntesten Produktionen über die Thematik des Sadomasochismus.

Die gesamte Handlung geht nicht darum möglichst pervers zu erscheinen, sondern die Leidenschaft in Worte zu kleiden. Aus heutiger Sicht ist die Geschichte weniger skandalös, als sie es damals war. Doch selbst heute ist die soziale Akzeptanz des Sadomasochismus noch weit entfernt. In der Produktion sind die Bilder bewusst überbelichtet worden. Der philosophisch angehauchte Erzählstil hinterlässt bei dem Zuschauer einen höchsten Filmgenuss.

Die knapp zwei Stunden werden getragen von drei Hauptdarstellern: Corinne Clery, Udo Kier und Anthony Steel. Interessant sind auch die Szenen zwischen den Sexelementen. Dabei werden die Charaktere der einzelnen Personen schön weiterentwickelt und die Handlung wird nachvollziehbar.

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