Dresden

Der Film „Dresden“ ist eine Krieg-Romanze aus dem Jahr 2006 und erzählt von der jungen Krankenschwester Anna, die einen britischen Piloten namens Robert kennenlernt kurz vor Ende des Krieges. Robert versteckt sich in einem Dresdner Krankenhaus, weil er von einem Bomber abgeschossen wurde.

Dauer: 177 Min.
FSK: ab 12 Jahren
Jahr:
Regie: Roland Suso Richter
Produzenten: Nico Hofmann, Nikolaus Kraemer, Sascha Schwingel
Hauptdarsteller: Felicitas Woll, John Light, Benjamin Sadler
Nebendarsteller: Heiner Lauterbach, Susanne Bormann, Kai Wiesinger
Genres: Drama, Kriegsfilme
Studio: Warner Home Video – DVD
Sprachen: Deutsch, English

Anna ist mit dem Oberarzt Alexander liiert, verliebt sich aber in Robert und will gemeinsam mit ihm fliehen. Das Problem ist nur, dass alles gegen diese Liebe spricht.

Besetzung / Schauspieler, Regie und Drehorte

Dresden“ wurde unter der Regie von Roland Suso Richter gedreht. Das dazugehörige Drehbuch wurde von Stefan Kolditz verfasst. Produziert wurde der Film in Deutschland von Nico Hofmann, Nikolaus Kraemer und Sascha Schwingel. Die Originalsprachen sind Deutsch und Englisch. Für die musikalische Untermalung sorgten Harald Kloser und Thomas Wander, während sich um die Kamera und den Schnitt Holly Fink und Bernd Schlegel gekümmert haben.

Insgesamt geht der Film 177 Minuten und hat eine Altersfreigabe ab zwölf Jahren.

Die Besetzung bestand aus mehreren Darstellern, wovon Felicitas Woll als Anna Mauth, Benjamin Sadler als Doktor Alexander Wenninger und John Light als Robert Newman die Hauptrollen übernommen haben.

Weitere wichtige Rollen wurden gespielt von Heiner Lauterbach (Dr. Carl Mauth), Susanne Bormann (Eva Mauth), Kai Wiesinger (Simon Goldberg), Marie Bäumer (Maria Goldberg), Wolfgang Stumph (Pfarrer der Frauenkirche) und Michael Brandner (Blockwart).

Darsteller, die in dem Film zusätzlich mitgewirkt haben, waren Gabriela Maria Schmeide (Frau), Paul Ready (William), Sandra Nedeleff (Jüdische Frau), Marc-Oliver Moro (Soldat), Anja Taschenberg (Grashena), Katharina Meinecke (Magda Mauth), John Keogh (Lt. Leslie), Jürgen Heinrich (GL Martin Mutschmann) und Andreas Guenther (1.Feldgendarm).

Inhalt und Handlung vom Film „Dresden“

1945 in Dresden. Im Januel sollen noch die letzten jüdischen Mitbürger schnell deportiert werden. Man hört von überalle her den Endsieg tönen. Trotz allem sind die Menschen angespannt und trauen dem Frieden nicht. So geht es auch Anna, Tochter eines wohlhabenden Krankenhausdirektors, die zusammen mit ihrem Vater und ihrem zukünftigen Ehemann, Doktor Alexander, als Krankenschwester arbeitet. Sie ist vom Krieg gezeichnet und müde, da sie sich jeden Tag um viele schwer verletzte Frontsoldaten kümmern muss.

Große Gefühle hegt sie für Alexander nicht. Sie hat zwar „Ja“ gesagt, aber viel mehr, weil die Frage schon ihr Vater für sie beantwortet hat. Dadurch, dass sie wegen dem Krieg ihr Medizinstudium abbrechen musste, hat sie nur Vorteile, wenn sie mit Alexander verheiratet ist. Hinter den feindlichen Linien wird der britische Pilot Robert Newman schwer verwundet und versteckt sich im Keller des Krankenhauses. Anna findet ihn, heilt seine Wunden und verliebt sich langsam in ihn.

Bombardierung der Stadt

Die Geschichte spielt während der Bombardierung Dresdens (14. bis 15. Februar 1945) und begleitet die Charaktere drei Tage lang in der Stadt. Die erste Begegnung der Beiden fällt etwas seltsam aus, da er mit einem bösen Blick und leuchtendem Messer vor Anna steht. Er verlangt von ihr, ihn zu verarzten und, obwohl sie schon einem anderen Mann versprochen wurde, lässt sie Gefühle zu Robert zu, weil sie ihn für einen Deserteur hält. Eines Tages durchsucht die Gestapo das Krankenhaus und Anna riskiert einfach alles, damit Robert nichts passiert.

Sie versteckt ihn in den geheimen Katakomben der Frauenkirche. Als der Angriff der Alliierten immer näher kommt, erkennt Anna, dass sie sich in ein Monster verliebt hat und das Robert überhaupt niemand ist, den sie in ihrer Nähe dulden sollte, doch kurz danach fallen die ersten Bomben auf Dresden. Anna bemerkt währenddessen, dass es überhaupt keine Rolle spielt, auf welcher Seite ihr Angebeteter kämpft, weil auch Völker, die sich gegenseitig bekämpfen, durchaus in der Lage sind, sich ineinander zu verlieben.

Flucht und Feuersturm

Annas Vater hält sich ebenfalls nicht an alle Regeln und stiehlt eine große Menge Morphium, um damit eine neue Privatpraxis in der Schweiz eröffnen zu können. Das Morphium ist aber eigentlich für die Verarztung der Verwundeten gedacht. Alexander weiß, was sein Schwiegervater tut und unterstützt ihn sogar dabei, weil er sich ebenfalls ein gutes Leben als Chirurg in der Schweiz verspricht. Im Gegensatz zu dem Vater hat er aber ein schlechtes Gewissen gegenüber den Verwundeten.

Die ganze Familie will nun fliehen, doch aufgrund des Bombenangriffs kann die Flucht aus Dresden nicht glücken. Anna, Robert und Alexander können den Feuersturm zusammen überleben. Am Ende des Films kann man Anna sehen, die kurz nach Kriegsende vor der Geburt steht. Sie ist von Robert mit einer Tochter schwanger. Leider stirbt Robert bei einem Flugzeugabsturz über der Nordsee.

Das Letzte, was dann noch ausgestrahlt wird, sind die Originalaufnahmen der Wiederweihe der Dresdner Frauenkirche. Der Bombenkrieg hat für viel Chaos, Tod, flammendes Inferno und Leiden gesorgt, sodass die Radikalität und die Schmerzensgrenzen hoch sind. Viele Menschen sind im Zweiten Weltkrieg in ihren eigenen Kellern erstickt, sodass das Grauen auch für die Zuschauer zu spüren. Vor allem die Luftangriffe können Angst einjagen.

Filmkritik und Rezension von „Dresden“

Viele Kritiker beschrieben den Film als überwältigendes Panorama mit einem schlimmen Tiefgang. Kritisiert wurde allerdings, dass der historische Hintergrund über die Emotionen komplett überrollt wurde und im Vordergrund nur die Dreiecks-Liebesgeschichte steht. Die Handlungen sind sehr dramaturgisch und auch das Leid der Bevölkerung wurde realistisch dargestellt. Wieder hat man ein Beispiel bekommen, wie schlimm das Nazideutschland auch für das eigene Volk war.

Dresden“ erhielt im Jahr 2006 den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie „Bester Fernsehfilm“. 2007 folgte dann der Jupiter in der Kategorie „Bester TV-Spielfilm“.

Der Film hatte einen so großen Erfolg, dass er schon bei der Erstausstrahlung ganze 12,66 Millionen Euro einspielte.

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