Elternschule

Elternschule“ ist ein Dokumentarfilm aus dem Jahr 2018. Es geht um die Gelsenkirchener Kinder- und Jugendklinik. Die Kinder, die sich dort aufhalten, haben schon viele schreckliche Dinge im Leben erwähnt. Laura schreit zum Beispiel 14 Stunden am Tag. Lucy hat bisher nicht eine einzige Nacht durchgeschlafen. Joshua wird dagegen schnell wütend und kann sich danach nicht mehr beruhigen. Das Kind Mohammad Ali kratzt sich selbst blutig und will mit dem Jammern einfach nicht aufhören. Der Film dreht sich hier angefangen von dem Aufnahmegespräch bis hin zur Nachsorge, die ein halbes Jahr nach der Entlassung stattfindet.

Dauer: 117 Min.
FSK: ab 12 Jahren
Jahr:
Regie: Ralf Bücheler, Jörg Adolph
Produzenten: Ingo Fliess
Hauptdarsteller: Dietmar Langer
Nebendarsteller: Anja Pohl
Genre: Dokumentation
Studio: Zorro Film GmbH
Sprachen: Deutsch

Besetzung / Darsteller, Regie und Drehorte

Die Regie und das Verfassen des Drehbuchs der „Elternschule“ haben Jörg Adolph und Ralf Bücheler übernommen. Das Erscheinungsdatum des Films war am 11.Oktober 2018. Insgesamt geht der Film 117 Minuten und hat eine Altersfreigabe von 12 Jahren. Der Film „Elternschule“ wurde in Deutschland von dem Südwestrundfunk und von Ingo Fliess produziert. Für den Kamera und den Schnitt sind dagegen Daniel Schönauer und Anja Pohl zuständig gewesen. Die Uraufführung fand beim Kokfest in Kassel statt. Ausgestrahlt wurde der Film bereits von den Programmen BR Fernsehen, hr Fernsehen, SWR Fernsehen und WDR Fernsehen.

Die Besetzung wurde hauptsächlich von Laien übernommen. Anja Pohl dagegen war die Bekannteste unter ihnen. Sie wurde 1967 in München geboren und ist eine Film-Editorin. Sie lebt und arbeitet mit dem Regisseuren Jörg Adolph eng zusammen und ist auch ein Mitglied der Deutschen Filmakademie. Sie wirkte schon in über 30 Filmen mit und spielte seit 1997 jährlich bei den unterschiedlichsten Projekten mit. Sie wurde mehrfach für den besten Film-Schnitt nominiert.

Der Dokumentarfilm wird in einer richtigen Kinder- und Jugendklinik gedreht. Das Verhalten von nahezu „unmöglichen“ Kindern soll hier durch klare Maßnahmen korrigiert werden. Eltern wird beigebracht, wie sie Grenzen setzen müssen. Die Eltern lernen also strenggenommen, wieder der Herr über die Dinge zu werden. Die Kinder befinden sich nämlich in schwerer Not. Meistens haben Kinder und Eltern hier keine echte Beziehung, sondern nur eine Kampferziehung, wer zu Hause das Sagen hat. Der Film zieht allerdings nicht auf Gewalt, sondern auf Geborgenheit und Anerkennung. Den Kindern fehlt nämlich eigentlich nur die Nestwärme, die emotionale Sicherheit, sowie auch die Wertschätzung. Jedes Kind, das eine wahre Heimat hat, würde sich niemals so verhalten. Kinder müssen also lernen, sich in der Nähe ihrer Eltern wohlzufühlen – genauso die Eltern. Die Eltern sollen keine Angst mehr vor der Reaktion des Kindes haben.

Handlung & Story vom Film „Elternschule“

In der „Elternschule“ wird dokumentiert, wie Eltern und Kinder in den Gelsenkirchener Knappschaftskliniken der Kinder- und Jugendklinik an einem Therapieprogramm teilnehmen, in der es um die wissenschaftlich nicht anerkannte „Germanische Neue Medizin“ von Ryke Geerd Hamer geht. Die betroffenen Personen werden dann jeweils in der Abteilung „Pädiatrische Psychosomatik“ betreut, sowie auch behandelt. Sowohl Eltern als auch Kinder müssen ein bestimmtes Verhaltenstraining im Film absolvieren. Die Leitung der Abteilung wurde von dem Psychologen Dietmar Langer durchgeführt.

 

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Fazit & Kritiken zum Film „Elternschule“

Der Film „Elternschule“ polarisiert definit, wurde in den Medien aber positiv betrachtet. Es wird ein ganzheitliches Verhaltenstraining mit Psychotherapie gezeigt und wie kindliche seelische Wunden durch Erziehungscoaching geheilt werden können. Jeder, der also ein Kind zu Hause sitzen hat, sollte den Film einmal im Leben gesehen haben. Es geht also um das Geheimnis der guten Erziehung und wo die gute Erziehung überhaupt anfängt. Der Dokumentarfilm ist also vor allem für Eltern wichtig.

Auf der anderen Seite wurde der polarisierende Dokumentarfilm auch sehr kritisiert, da die Vermutung aufgenommen wurde, das schwer verhaltensgestörte Kinder angeblich durch allgemeine Erziehungsmethoden geheilt werden können. Es wurde also von einer gewissen erzieherischen Gewalt gesprochen. Der Film sollte also zu Hause laut Psychologen und Ärzten nicht nachgeahmt werden. Es sollte klar sein, dass es hier nicht um die Erziehung eines Kleinkindes geht, sondern um die Erziehung eines Kindes, das unter schweren psychischen Störungen leidet. Alle Kinder leiden im Film unter Regulationsstörungen wie zum Beispiel stundenlanges Schreien, Schlafstörungen, sowie auch unter Essstörungen, von denen vor allem Teenager betroffen sind.

 

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Es ging sogar so weit, dass die Kinder- und Jugendklinik Strafanzeigen erhalten hat, die sich allein auf die Filminhalte bezogen. Das Ermittlungsverfahren wurde jedoch wieder eingestellt. 2020 wurde die Abteilung „Pädiatrische Psychosomatik“ leider geschlossen. Das lag daran, dass Eltern kein Interesse mehr gezeigt haben, an einem solchen Programm teilzunehmen, was ein heftiger Rückschlag für die Klinik war, da bisher gute Arbeit geleistet wurde. Da müssten eigentlich Ärzte und Psychologen kritisiert werden, die nicht an natürliche Methoden glauben, da jene nur die Pharmaindustrien unterstützen und die Kinder medikativ heilen wollen. Während aber eine medikative Behandlung jene Kinder nur ruhig stellt, kann eine psychische Behandlung das Leben der Kinder und Eltern qualitativer machen.

Abgesehen von den negativen Aspekten, wurde 2019 die „Elternschule“ für den Deutschen Filmpreis – Bester Dokumentarfilm nominiert und 2020 sogar für den Grimme Preis – Information und Kultur aufgestellt. Leider wurden die Nominierungen nur nicht gewonnen.

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