17. Magdeburger Gewässerschutzseminar 2016 in Dresden

Gewässerschutz ist ein wichtiges Thema, das vor allem in diesen Zeiten auch immer mehr an Bedeutung gewinnt. Dabei muss Gewässerschutz aber auch immer regional betrachtet werden, da sich bei der Gestaltung und der Nutzung viele Fragen ergeben. Diese wirken sich auch unmittelbar auf das städtische Leben aus. Zuletzt fand im Oktober das 17. Magdeburger Gewässerschutzseminar statt, bei dem genau solche Fragen und Inhalte behandelt wurden. An zwei Tagen traf man sich, um über Wasserressourcen und Belastungen für Gewässer zu sprechen. Veranstaltet wurde das Seminar vom Center for Advanced Water Research und der Internationalen Kommission zum Schutz der Elbe. Mehr zum Inhalt der Konferenz gibt es in diesem Artikel.

Das Gewässerschutzseminar 2016 in Dresden

Wenn man die Länge von fast 1000 Kilometern betrachtet, die die Elbe umfasst, dann kommt dem Gewässerschutz direkt eine noch größere Verantwortung zu. Die Elbe entspringt in Tschechien, fließt durch Deutschland und mündet schließlich in der Nordsee. Andere Gewässer, die zum Einzugsgebiet der Elbe gehören, sind die Spree, die Havel oder auch die Moldau. Der Gewässerschutz hat dabei die Aufgabe, sich dem Schutz dieser Gewässer anzunehmen. Das ist ein stetiger Prozess. Zum einen aufgrund natürlicher Entwicklungen, zum anderen natürlich durch Änderungen, die auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen sind. Dazu gehören Bauvorhaben oder auch die Nutzung von Wasser als Ressource.

Als Seminarort hat man sich in diesem Jahr Dresden ausgesucht. Dort waren die Teilnehmer am 6. und 7. Oktober 2016 zu Gast, um an dem 17. Magdeburger Gewässerschutzseminar teilzunehmen. Dieses Seminar lief unter dem Motto “Die Elbe und ihre urban beeinflussten Gewässer”. Bei dieser Reihe von Konferenzen handelt es sich um eine deutsch-tschechische Zusammenarbeit, was natürlich auch mit der Elbe zusammenhängt, die nationale Grenzen überschreitet. Seit 1990 schon finden diese Seminare im Zyklus von zwei Jahren statt. Inhaltlich geht es um wissenschaftliche Perspektiven, wozu der Gewässerschutz genauso wie die Hydrologie zählt.

Themen des 17. Magdeburger Seminar für Gewässerschutz

Mikroschadstoffe im WasserDas Seminar hat vor allem das Ziel gehabt, um über Chancen und Risiken zu sprechen, die im Zusammenhang mit Entwicklungen aufkommen, die Gewässer im Elbeeinzuggebiet beeinflussen. Entsprechend wurden in Vorträgen und Workshops unterschiedliche Themen von den Teilnehmern besprochen. Konkret ging es unter anderem um Nutzungsansprüche, die die Elbe betreffen, wenn regionale und städtische Veränderungen auftreten. Das bezieht sich auch auf Nährstoffeinträge. Darüber hinaus ging es auch um die Schifffahrt, die natürlich unmittelbar mit den Gewässern zusammenhängt.
 
Außerdem ging es auch um die Themen Wohnen und Erholen am Wasser. Dazu gehört natürlich auch der Tourismus, der einerseits erwünscht ist, andererseits aber auch die Natur und Verantwortlichen vor Probleme und Herausforderungen stellt. Wichtig ist zum Beispiel die Durchgängigkeit für Wasserorganismen und Sedimente, wenn in ein Gewässer künstlich eingegriffen wird. Außerdem ging es um Altarm- und Flutrinnenanbindungen. Gesprochen wurde also auch über künstliche Gewässer.

 

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Diskutiert wurden zudem Mikroschadstoffe, die immer häufiger die Wässer verschmutzen. Dazu zählen Pharmaka, wozu Hormone, Drogen und Antibiotika gehören. Außerdem auch Nanopartikel und Personal Care Produkte. Solche Verschmutzungen beeinflussen unmittelbar die Ökosysteme der Gewässer, zu denen das Grundwasser gehört, ebenso das Oberflächenwasser, die Sedimente und Biota. Was ebenfalls für den Gewässerschutz von Bedeutung ist, sind die extremen Ereignisse, die dann und wann vorkommen. Auf der einen Seite kann das Hochwasser sein, auf der anderen aber auch Niedrigwasser. Lokale Extremniederschläge können in kürzester Zeit zu Problemen führen.

Die Bedeutung von Gewässern für Menschen

Bedeutung von Gewässern für MenschenFlüsse, Meere und Gewässer haben für Menschen schon immer eine große Rolle gespielt. Das Wasser ist auch heute noch lebensnotwendig, auch wenn niemand mehr mit dem Holzeimer das Wasser aus dem Fluss holen muss. Nicht grundlos aber sind Städte und auch kleine Ortschaften untrennbar mit Flüssen verbunden. Ob nun die Spree in Berlin, die Themse in London oder auch die Isar in München. Was die Elbe im Osten von Deutschland ist, ist der Rhein im Westen.
 
Meist haben sich Menschen in der Nähe solcher Gewässer niedergelassen, die auch für den Handel eine große Bedeutung mit sich bringen. Doch natürlich blieben die Niederlassungen nicht ohne Folgen. Die Nutzung der Gewässer, ob nun direkt oder indirekt, wirken sich zum Teil strapaziös auf die Wasserqualität und die Ökosysteme aus. Umso wichtiger ist daher der Gewässerschutz, der genauso Analyse betreibt wie auch Lösungen erarbeitet.

Fazit zum 17. Magdeburger Seminar für Gewässerschutz

Schon seit Anfang der neunziger Jahre finden die Seminare und Konferenzen des Magdeburger Gewässerschutzes statt. Da die Elbe das zentrale Gewässer bildet, ist es auch eine internationale Zusammenarbeit zwischen deutschen und tschechischen Wissenschaftler. Die Elbe und alle ihre Nebengewässer werden genutzt und gebraucht, gleichzeitig sind sie aber auch hohen Belastungen ausgesetzt. Ob nun durch die Wassernutzung, durch Verschmutzungen oder auch durch Tourismus. Entsprechend müssen Konzepte entwickelt werden, um die Gewässer mit dem Leben der Menschen in Einklang bringen zu können. Daher hieß der Titel des 17. Magdeburger Gewässerschutzseminares auch “Die Elbe und ihre urban beeinflussten Gewässer”.

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