LiRez.de » Portal für literaturwissenschaftliche Rezensionen

Literaturkritik gibt es schon von den frühesten Tagen der Literatur an. Schon immer waren die Kritik und das Rezensieren stetige Begleiter des Geschriebenen. Genau wie Bücher selbst Aussagen treffen oder etwas über die Welt erzählen, macht die Kritik genau dasselbe mit den entsprechenden Büchern. Der Zweck der Literaturkritik ist eindeutig, denn es geht um eine qualitative Einordnung der Werke. Notwendig wird das deshalb, da es mehr Literatur gibt, als je ein Mensch in seinem Leben lesen könnte. Eine Auswahl muss getroffen werden. Diese Aufgabe wird auf lirez.de wahrgenommen, wobei das Portal als eine Art Sammelstelle für Rezensionen auf literaturwissenschaftlichem Niveau angesehen werden kann. Eine ideale Anlaufstelle, um Ordnung in den Dschungel der vielen literarischen Veröffentlichungen zu bringen.

Was ist Lirez?

Literatur Bibliothek für RezensionenDer Name des Portals ist eine verkürzte Form für den Begriff der literaturwissenschaftlichen Rezensionen. Die Seite ist unter lirez.de zu erreichen und bietet für Interessierte an der Literaturkritik oder auch Literatur allgemein einen hohen Mehrwert. Die Rezensionen, die auf der Seite zu finden sind, entstammen nicht einer einzigen Feder, sondern sind das Resultat vieler fähiger Hände, die sich in ihrem jeweiligen Spezialgebiet mit der Literatur beschäftigen. Eigenständige Fachorgane und Fachreferenten schauen vor allem auf ihre eigenen Felder und welche neuen Veröffentlichungen es jeweils gibt, zu denen Rezensionen verfasst werden können.

Der Vorteil der Seite besteht vor allem darin, dass es eine zentrale Anlaufstelle gibt, über die die Rezensionen erreichbar sind. Geordnet werden sie zudem nach einer einheitlichen Systematik, sodass jeder recht schnell fündig werden dürfte, wenn er entsprechende Literatur für sich sucht. Und natürlich ist die Seite global nutzbar und hat auch entsprechende viele Einträge, die sich nicht auf nationale Literatur beschränken. Und besonders hervorzuheben ist, dass die Nutzung von Lirez kostenlos ist. Es muss dafür also nicht gezahlt werden. Die Besucher der Seite erhalten einen absolut hohen Wert, für den nicht einmal gezahlt werden muss.

Wie ist Lirez aufgebaut?

Lirez.de - das Portal für literaturwissenschaftliche Rezensionen

Bildquelle: Screenshot der Lirez Literatur Webseite (www.lirez.de), aufgenommen am 13.07.2014

Insgesamt lässt sich sagen, dass die Webseite von Lirez recht nüchtern gestaltet worden ist. Das passt durchaus auch zum Inhalt der literaturwissenschaftlichen Rezensionen, da es in erster Linie um Informationen geht, die dem Besucher der Seite präsentiert werden sollen. Und es gibt nicht wenige Rezensionen, sodass eine gute Übersicht enorm wichtig ist. Daraus folgt auch, dass Lirez spielend einfach bedient werden kann. Selbst wer nicht allzu oft im Internet unterwegs ist, dürfte auf Anhieb schnell finden, wonach er sucht.
 
Dafür sorgt unter anderem auch die “Suche”, die es im Menü auf der linken Seite ganz unten gibt. Dort kann gezielt ein Schlagwort eingegeben werden, beispielsweise der Name eines Autors oder ein Buchtitel. Zunächst findet sich auf der linken Seite der Eintrag “Programm”, unter dem ein näherer Blick zum Hintergrund von Lirez zu finden ist. Darunter gibt es dann die Liste mit den “Fachreferenten”, sodass es keine anonymen Rezensionen auf der Seite gibt.
 
Danach folgten dann aber auch schon die Rezensionen, die allgemein angewählt werden können oder bereits systematisch geordnet sind. Zur Auswahl stehen Rezensionen nach Autoren, nach Fachteilen, Rezensenten und nach Datum. Beispielweise können in der letzteren Kategorie immer die neuesten Veröffentlichungen gefunden werden. Aber auch schon auf der Startseite werden stets die jüngsten Rezensionen der letzten 30 Tage präsentiert.

Das Programm von Lirez

Hinter dem Projekt Lirez steht eine Gruppe, die aus Literaturwissenschaftlern besteht und die sich in München getroffen haben. Das Ziel, das sie mit Lirez verbinden, besteht darin, das Rezensionswesen zu verbessern. Diese sechs Wissenschaftler sind Professor Dr. Karl Eibl, Dr. Martin Huber, Professor Dr. Georg Jäger, Dr. Fotis Jannidis, Dr. Gerhard Lauer und Dr. Simone Winko. Das Ziel soll umgesetzt werden, indem Rezensionen im Internet veröffentlicht werden, die für jeden zugänglich sind. Als Arbeitsweise werden bestimmte Gebiete für zwei Jahre von Fachreferenten übernommen, die in dieser Zeit den Markt beobachten und entsprechende neue Veröffentlichungen rezensieren. Diese Rezensionen sollen schnell und kostenlos zur Verfügung stehen. Vor allem will man aber fachwissenschaftliche Standards einhalten.

 

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Es gibt ganz unterschiedliche Spezialgebiete, die auf lirez.de bedient werden. Dazu zählen unter anderem Literatur und Presse, Zeichentheorie, New Historicism, Editionswissenschaft, das 18. Jahrhundert, Naturwissenschaft und Literatur, Reiseliteratur, Romantik, Kulturwissenschaft, Goethezeit, Lesepsychologie oder auch Film, Buchhandel der Neuzeit und Musiktheater. Die Bandbreite der Gebiete ist also enorm groß, sodass eigentlich auch für jedermann etwas dabei sein sollte.

Vorteile von Lirez

Die Vorteile von Lirez liegen auf der Hand. Zuerst ist natürlich zu nennen, dass das Portal und die Rezensionen kostenlos genutzt werden können. Hier von einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis zu sprechen, wäre entsprechend untertrieben. Der Unterschied zu normalen Rezensionsseiten und Rezensionen besteht darin, dass Lirez systematische Einordnungen vornimmt und sich an hohe Standards hält, die die Literaturwissenschaft vorgibt. Es geht also nicht einfach nur darum, Texte aus persönlicher Sicht zu schreiben, sondern mit entsprechenden Kriterien Rezensionen zu verfassen, die auch über eine kurze Zeit hinaus ihren Mehrwert nicht verlieren. Angesprochen werden damit sicherlich Literaturwissenschaftler, aber auch insgesamt Liebhaber der Literatur.

Die Wissenschaft der Literaturkritik

Literaturkritiker im InternetSeit der Mensch geschrieben hat, gab es sicherlich auch schon immer Bewertungen und Einordnungen dieser Werke. Schon in der Antike wurde sich mit der Dicht- oder auch Theaterkunst beschäftigt. Doch das Feld der Literaturkritik als Fach hat seinen Ursprung im 17. Jahrhundert. Es sollten Regelwerke gefunden werden, anhand derer die Qualität von Literatur bewertet werden kann. Das geschah sicherlich auch aus einer Notwendigkeit heraus. Mit dem Buchdruck war der Weg auch nicht mehr weit, dass weltliche Werke der Literatur entstanden und das bald in hoher Zahl. Um der vielen Veröffentlichungen Herr zu werden, brauchte es Einordnungen. Diese Aufgabe übernimmt die Literaturkritik, da nicht immer Zeit ist, jedes Werk selbst zu lesen.
 
Bis heute gibt es keine absolute Einheitlichkeit, wenn es darum geht, wie Literaturkritik funktionieren sollte. Jeder Kritiker, der nicht wie bei Lirez im Verbund arbeitet, legt auch seine eigenen Maßstäbe an. Die macht er aber im besten Fall auch bekannt, sodass jeder genau weiß, warum die entsprechende Literatur auf welche Weise beurteilt wurde. Insgesamt gibt es ein breites Spektrum, wie Literaturkritik aufgebaut sein kann. Vom sehr strengen wissenschaftlichen Ansatz bis zum persönlichen Kommentar ist alles möglich. Es gibt komplette Rezensionen, die alles verraten, ebenso aber auch Buchbesprechungen, die nur einen Eindruck vom Werk verschaffen, sodass dem Leser die Spannung nicht kaputt gemacht wird.

Heutzutage gibt es auch dank des Internets sehr viele Literaturkritiker, die mal mehr und mal weniger professionell arbeiten. In der Vergangenheit hat es einige sehr bekannte Kritiker gegeben, die teilweise auch eher für ihre eigenen Schriften als ihre Kritiken bekannt gewesen sind. Zu nennen wären unter anderem Gotthold Ephraim Lessing, Johann Gottfried Herder und auch Kurt Tucholsky. In neuerer Zeit sind vor allem Marcel Reich-Ranicki und Joachim Kaiser bekannt gewesen.

Fazit zum Portal für literaturwissenschaftliche Rezensionen

Auch wenn es im Internet jede Menge Rezensionen zur Literatur gibt, fehlt doch oftmals etwas. Viele Kritiker beherrschen ihr Fach nicht richtig, oftmals sind die Rezensionen zu persönlich gefärbt und insgesamt gibt es auch keine zentrale Sammelstelle. Mit lirez.de hat sich das geändert. Hier gibt es einen systematischen Ansatz, der zum einen das Portal als Sammelstelle betrachtet, zum anderen Fachreferenten ein Spezialgebiet zuordnet, das dann für mindestens zwei Jahre unter die Lupe genommen wird. Dem Besucher von Lirez bietet sich so eine tolle Seite mit sehr vielen und vor allem auch aktuellen Rezensionen, die sich an literaturwissenschaftlichen Standards orientieren.

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