Pilt Tir Teine Meinung (Pilt.de) – die seriöse Fachzeitschrift

Der Soziologe Max Weber hat die Politik als das Bohren dicker Bretter beschrieben. Mühsam werden Diskussionen zwischen den Lagern geführt, langsam geht es voran und Beschlüsse lassen lange auf sich warten. Das ist wohl eine der wenigen Schattenseiten der Demokratie, in der eben nicht einfach nur eine einzelne Person entscheidet. Doch der Politikalltag ist manchmal nicht leicht zu ertragen, umso wichtiger ist es, da auch mal lachen zu können. Kabarett nimmt sich Politik gerne vor, um den ein oder anderen Witz zu machen. Und auch Satire darf meist nicht fehlen. So wie auch auf Pilt.de.

Doch für gewöhnlich überzieht Satire die Wahrheit, um auf etwas aufmerksam zu machen. Satire entspricht eben nicht der Wahrheit, bezieht sich aber auf sie. Bei der Realsatire hingegen ist schon die Wahrheit zu merkwürdig, um wirklich geglaubt werden zu können. Doch das Leben und die Politik bieten doch immer wieder genüssliche Geschichten, die in diese Kategorie fallen und auf der Seite von Pilt dargestellt werden. Wer hinsichtlich der Politik und sonstiger Sachen gerne lachen möchte, ist hier an der richtigen Stelle.

Was ist Pilt für eine Fachzeitschrift?

Fachzeitschrift für Realsatire Pilt.deWenn von einer Fachzeitschrift die Rede ist, denken viele eher an Magazine über Autos oder vielleicht Wissenschaft bzw. Filme Zeitschriften mit Heftbeilage. Aber natürlich gibt es auch Zeitschriften, die sich mit der Gesellschaft und Politik auseinandersetzen. Das ist auch im Falle von Pilt so, allerdings mit einem gewissen Augenzwinkern. Es geht nicht darum, eine nüchterne Berichterstattung über den politischen Alltag zu liefern. Ebenso ist es auch nicht das Ziel der Macher, eine klare politische Botschaft zu vertreten, auf die auch immer wieder hingearbeitet wird. Vielmehr ist Pilt in das humoristische Fach zu verorten.
 
Generell wird Humor durch gezielte Verbiegung der Wahrheit erzielt. Manchmal aber braucht es auch nur die richtige Perspektive auf das Reale, um schon lachen zu können. Oder eventuell auch den Kopf schütteln zu können, da die Wahrheit manchmal unglaublicher ist als jede erdachte Geschichte. Auf der Seite von Pilt konzentriert man sich vor allem auf die Dinge, die schon von sich aus allzu merkwürdig anmuten. Wenn beispielsweise die Violetten als Partei für spirituelle Politik antreten, muss Pilt gar nicht viel mehr machen, als darüber zu berichten. Hier wird Realsatire geboten, die Politik von einer ganz besonderen Seite zeigt.

So sieht sich Pilt selbst

Pilt bezeichnet sich selbst als das Magazin für Realsatire und Dokumentationen des elitären Wahnsinns. Mit den Elitären dürften wohl vor allem Politiker gemeint sein, über die regelmäßig im Magazin berichtet wird. Die Redaktion besteht aus mehreren Personen, die allesamt verschiedene Artikel für das Magazin verfassen. Wichtig ist den Betreibern zu betonen, dass sie keiner religiösen Gemeinschaft oder politischen Partei angehören. Das Magazin ist nichts links oder rechts und an Political Correctness will man sich auch nicht halten. Freiheit wird hier also großgeschrieben.

Wer also etwas sucht, was einzig und alleine seiner politischen Ansicht entspricht, der dürfte mit Pilt eher enttäuscht werden. Es gibt kein Gesamtbild, das einheitlich ist. Verschiedene Redakteure haben unterschiedliche Meinungen und wenn etwas als Realsatire herhalten kann, wird darüber berichtet – unabhängig davon, welcher Partei ein Politiker angehört. Da allerdings auch kein Recht auf Wahrheitsgehalt ausgegeben wird, sind die Nachrichten von Pilt mit Vorsicht zu genießen. Zur politischen Meinungsbildung dient die Seite nur bedingt.

So ist die Seite von Pilt aufgebaut

Politik Satire mit Boris JohnsonDie Seite Pilt.de hat sehr viel zu bieten. Das Magazin macht eigentlich nur einen kleinen Teil davon aus bzw. sind das eben die Neuigkeiten, die auch direkt immer auf der Startseite zu sehen sind. In der Mitte werden die neuesten Artikel übereinander dargestellt. Wer mehr darüber erfahren möchte, kann auf “Details” klicken und kommt so zum jeweiligen vollständigen Artikel. Da die Artikel von unterschiedlichen Redakteuren stammen, können sie eben auch verschieden sein. Unabhängig davon gibt es aber auch im Magazin unterschiedliche Kategorien, deren die Artikel zugeordnet werden. Das sind beispielsweise Politik und Technologie. Weitere Kategorien sind Gesundheit, International, Kultur, X-Facts und Reality.
 
Auf der linken Seite gibt es auch eine kleine Übersicht, in der zu sehen ist, welche neuen Artikel online gestellt worden sind. Dort kommt der Leser mit einem Klick direkt in die Detailansicht. Darunter ist etwas weiteres Interessantes zu finden, und zwar der Radio Pilt Livestream. Immer wieder gibt es auch eine Radiosendung, in der die Themen eben auch live behandelt werden. Das eignet sich perfekt, um einfach nur nebenher gehört zu werden. Auch gibt es Pilt TV. Hier gibt es verschiedene Kanäle. Beispielsweise den Psycho-Channel oder auch den Medizin-Channel. Wer beim Radio oder TV mitmachen will, kann sich per Kontakt melden.

Auf der linken Seite gibt es außerdem auch noch einen Bereich, der sich “Reise-Rubriken” nennt. Hier zeigt sich die Vielfalt der Webseite, da es hier in verschiedenen Kategorien ums Reisen geht. Beispielsweise um “Flüge & Mietwagen”, “Kreuzfahrten” oder auch “Städtereisen”. Wer sich also zum Thema Reisen informieren möchte oder etwas beizutragen hat, kann hier klicken und findet tolle Informationen, die für den nächsten Trip hilfreich sein können. Generell gilt bei Pilt.de, dass jeder mitmachen kann. Wer etwas findet, was für die Seite interessant sein könnte, kann das einreichen und es wird dann womöglich veröffentlicht.

Von Satire und Realsatire

Generell versteht man Satire als eine Art Kunstform, die es übrigens schon sehr lange gibt. Satire ist also keine Erfindung der modernen Medien und TV-Sendungen, sondern besteht schon seit der Antike. Damals gab es tatsächlich eine literarische Gattung, die zwischen Vers- und Prosadichtung angesiedelt war, die als Satire bezeichnet wurde. Aber abgesehen davon hat man auch schon damals Politiksatire betrieben, mit der natürlich aktuelles Tagesgeschehen kommentiert wurde. So kamen das Ernste und das Komische zusammen, was viele Funktionen erfüllen kann. Einerseits setzt man sich so mit der Politik auseinander, andererseits kann es auch als Ventil für Unzufriedenheit funktionieren.

 

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Mit dem geschriebenen Wort hat im Grunde die Satire begonnen, die sich historisch durch alle Zeiten zieht. Oftmals bietet Satire einen interessanten Blick auf die Geschichte, da ein anderer Blickwinkel geboten wird. Heute kennt man zudem auch die Realsatire, die eigentlich im Kern gar nicht witzig sein will, da kein Autor aktiv Satire betreibt. Realsatire bezeichnet also reale Vorkommnisse, die schon an sich so skurril und witzig sind, dass sie eben auch als Satire durchgehen könnten. Auf genau solche Ereignisse konzentriert man sich bei Pilt. Und es mangelt auch nicht an Nachschub für gute Geschichten. Beinahe täglich sorgt die Politik für lustige Gegebenheiten, über die gleichermaßen gelacht und der Kopf geschüttelt werden kann.

Fazit zur Realsatire Fachzeitschrift Pilt.de

Wer sich ernsthaft über Politik und politische Entscheidungen informieren will, der sollte Pilt nicht unbedingt als sein Magazin der ersten Wahl wählen. Hier steht Satire im Vordergrund. Das bedeutet, dass es vor allem um Humor geht und gelacht werden darf. Natürlich sind manche der Nachrichten auch ernster oder haben einen ernsten Kern. Aber die Seite hat nicht den Anspruch, als politische Nachrichtenseite oder Sprachrohr einer Partei zu dienen. Es ist ein anderer Blickwinkel auf die alltägliche Welt und eben die politische Vorgänge. Das kann mal lustig sein, oft auch einfach dazu dienen, der eigenen Unzufriedenheit mit der Politik Ausdruck zu verleihen. Neben dem Magazin gibt es auch ein Radio und sogar ein Pilt-TV. Die Seite lebt zudem auch vom Mitmachen der Leser.

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