Utopikon: Erste Utopie-Ökonomie-Konferenz in Berlin

Obschon es den Menschen weltweit immer besser geht, gibt es scheinbar so viele Diskussionen wie noch nie darüber, wie der Mensch in der Zukunft leben soll. Auf der einen Seite hat die Form des heutigen Kapitalismus Wohlstand gebracht, auf der anderen Seite scheint er Menschen immer weiter zu entzweien. Letzteres ist zumindest die Ansicht der Teilnehmer von „Utopikon„. Dabei handelt es sich um eine Konferenz, die zuletzt in Berlin stattgefunden hat und Utopie und Ökonomie als Themen behandelt. Die Frage ist, wie der Mensch von morgen leben will und sollte. Eine geldfreie Gesellschaft wird von Utopikon angestrebt. Wie das realisiert werden kann, wurde unter anderem auf dieser Konferenz besprochen.

Übersicht der Utopie-Ökonomie-Konferenz Utopikon

Die Konferenz fand vom 4. bis zum 6. November 2016 im Forum Factory in Berlin statt. Rund 300 Menschen haben daran teilgenommen. Zentral waren die Vorträge, die allen voran von fünf Keynote Sprechern gehalten wurden. Daneben gab es noch viele weitere Gelegenheiten, um sich mit der Thematik zu beschäftigen.

Utopikon Konferenz

In Workshops wurden viele Fragen beantwortet und konkrete Aspekte behandelt. Gegessen wurde auf der Konferenz übrigens vegan, unter anderem gab es einen veganen Mitmachbrunch. Gelebt wurde das Konzept auch durch den Kleider- und Dingeschenkspot. Außerdem gab es auch eine Wishbowl. Die Anmeldung zur Konferenz lief von August bis Anfang September.

Keynote Sprecher und Vorträge der Utopikon

Fünf Keynote Sprecher hielten über die drei Tage der Konferenz Vorträge, die wichtige Aspekte zu den Themen Utopie und Ökonomie abdeckten. Das war unter anderem Friederike Habermann, die Aktivistin, Historikerin und Volkswirtin ist. Sie hielt ihren Vortrag zum Thema “Ecommony – UmCARE zu Miteinander”. Darin ging es um die Idee einer geldfreien Gesellschaft. Eine weitere Rede wurde vom Nachhaltigkeitsforscher und Postwachstumsökonom Niko Paech zum Thema “Sieben Prinzipien der Veränderung” gehalten.

 

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Weiter ging es mit der Commonsaktivistin und Publizistin Silke Helfrich und ihrem Keynote-Vortrag “Commons. Eine Entdeckungsreise”. Darin ging es darum, die Welt mit anderen Augen zu betrachten. In dem Vortrag “Zeitwohlstand – Chancen und Herausforderungen einer Arbeitswelt 4.0 für sozial-ökologische Lebensweisen” von Philosoph, Zeitpionier und Volkswirt Gerrit von Jorck ging es um Arbeit und die Einteilung unserer Zeit. Die letzten beiden Keynote-Sprecher waren Pia Damm und Tobi Rossweg, beide Initiatoren und Aktivisten, die den Vortrag “Die Utopikon als gelebte Utopie?!” hielten.

Die Workshops der Utopikon Konferenz

Neben den Vorträgen wurde die Konferenz vor allem auch mit Workshops gefüllt, von denen es zwanzig Stück zu verschiedenen Themenbereichen gab. Die Workshops liefen meist bis zu zwei Stunden, behandelten ein konkretes Thema und jeder konnte mitmachen. Unter anderem beim Workshop “Lohnarbeit- notwendiges Übel oder überwindbarer Mist?” von Hannah Podding oder auch “Teilhabe und Fairness aus machtkritischer Perspektive” von Djamilah Akhzarati. Ein weiterer Workshop fand zum Thema “Endlich Wachstum !? – Methoden zur Gestaltung von Postwachstum Bildungsarbeit” statt und wurde von Kristina Utz und Arun Hackenberger durchgeführt.

Weitere Workshops auf der Utopikon-Konferenz waren unter anderem “Nicht immer mehr haben wollen müssen! Von der Kultur des Wachstums” mit Christoph Sanders, “Zeitwohlstand in der Sharing Economy” mit Gerrit von Jorck, Kathy Bohnenberger und Sebastian Stagl, Konsensdemokratie-Workshop mit Elena Köttgen, “Spiel des Gebens” mit Jennifer Meyer, Paavo Günther und Mona Sperrer, “Utopie war gestern: Wir gründen mit euch die erste Grundeinkommens-Gemeinschaft” mit Meera Zaremba und Michael Bohmeyer sowie “Goodbye Kapitalismus. Hallo Schenken und Leihen. Wie aber geht der Umstieg?” mit Nikolai Wolfert und Veronica Dias.

Die grundlegende Idee der Konferenz

Veranstaltet wurde die Konferenz von “living utopia”. Dabei handelt es sich um ein Projekt- und Aktionsnetzwerk, das Räume schaffen will, in dem gesellschaftlicher Wandel möglich ist. So gibt es auch den Kongress “utopival”, der zum Mitmachen anregen soll. Vier Grundmotive wurden festgelegt, die für “living utopia” wichtig sind. Diese Motive gelten als roter Faden, an denen die Mitmachenräume ausgerichtet werden. Dazu zählt zum einen die vegane Lebensweise, da sie viele Aspekte für eine positive Zukunft mit sich bringt.

 

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Außerdem geht es um Ökologie, die immer als zentrale Frage im Raum stehen muss. Darüber hinaus wird eine geldfreie Zukunft angestrebt, wofür es verschiedene Projekte und Ideen gibt. Unter anderem auch die des bedingungslosen Grundeinkommens. Als vierte Säule wird das Motiv der Solidarität genannt, da es nur im Miteinander gehen wird und eine Gesellschaft der Zukunft diesen Zusammenhalt braucht, um funktionieren zu können.

Fazit zur Utopie-Ökonomie-Konferenz „Utopikon“

Immer mehr Menschen beschäftigen sich mit der Frage, wie die Zukunft gestaltet werden kann. Zwar hat der Kapitalismus eine Form von Wohlstand gebracht, doch die Gesellschaft scheint sich zu spalten. Es müssen Antworten geliefert werden, die unter anderem auch auf der Utopikon besprochen worden sind. Hierbei handelte es sich um eine Konferenz, die im November 2016 in Berlin stattgefunden hat.

In Keynote-Vorträgen und Workshops wurden ökonomische Fragen im Angesicht ökologischer und utopischer Ideen besprochen. Als zentrale Motive haben die Veranstalter von “living utopia” die vegane Lebensweise, Ökologie, Geldfreiheit und Solidarität aufgestellt, die einen roten Faden bilden sollen. Rund 300 Teilnehmer waren vor Ort. Die Ergebnisse und Vorträge können auch online eingesehen werden.

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