Catch The Killer

Im Zentrum von „Catch The Killer“ steht eine ungewöhnliche Silvesternacht in Baltimore. Ein Scharfschütze hat es auf nichtsahnende Feiernde abgesehen. Die Stadt, normalerweise ein Ort des Feierns und der Freude, verwandelt sich in einen Schauplatz des Schreckens. Beat Cop Eleanor Falco, gespielt von Shailene Woodley, findet sich plötzlich in einer Situation wieder, die ihr gesamtes Können fordert. Ihre schnelle Reaktion und ihre Fähigkeit, entscheidendes Videomaterial zu sichern, bringen sie ins Visier des FBI.

Dauer: 119 Min.
FSK: ab 16 Jahren
Jahr:
Regie: Damián Szifron
Produzenten: Aaron Ryder, Shailene Woodley, Stuart Manashil
Hauptdarsteller: Shailene Woodley, Ben Mendelsohn, Jovan Adepo
Nebendarsteller: Ralph Ineson, Rosemary Dunsmore
Genres: Krimi, Thriller
Studio: Vertical Entertainment
Sprachen: Deutsch, English

Das FBI schaltet sich ein, angeführt von Special Agent Lammark, dargestellt von Ben Mendelsohn. Er erkennt schnell Eleanors Potenzial. Ihre außergewöhnliche Wahrnehmungsfähigkeit und ihr unkonventionelles Denken machen sie zur idealen Kandidatin für sein Ermittlungsteam. Zusammen mit Agent Jack „Mac“ Mackenzie, verkörpert von Jovan Adepo, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Sie müssen den Killer finden, bevor er wieder zuschlagen kann. Die Ermittlungen führen das Trio in die dunkelsten Ecken Baltimores und tief in die Psyche eines Mörders, dessen Motive ebenso rätselhaft wie beunruhigend sind.

Besetzung / Schauspieler, Regie und Drehorte

Im Jahr 2023 erschien der amerikanische Krimi-Thriller „Catch The Killer“ (Originaltitel: „To Catch a Killer“). Damián Szifron führte Regie und schrieb das Drehbuch gemeinsam mit Jonathan Wakeham. Die Hauptrollen übernahmen Shailene Woodley, Ben Mendelsohn, Jovan Adepo und Ralph Ineson. Ursprünglich für Atlanta geplant, fand die Dreharbeiten letztlich in Montreal, Quebec, statt. Sie begannen am 27. Januar und endeten am 10. März 2021.

Aaron Ryder, Stuart Manashil und Damián Szifron trugen die Verantwortung für die Produktion. Für die musikalische Untermalung sorgte Carter Burwell. Die Kameraführung übernahm Javier Juliá, während Szifron auch den Schnitt leitete. Mit einer Länge von 119 Minuten erhielt der Film eine Altersfreigabe von FSK 16. Trotz einer begrenzten Kinoauswertung erzielte der Film internationale Einnahmen von 3,1 Millionen Dollar. Das zeigt seinen Erfolg außerhalb der Vereinigten Staaten.

Inhalt und Handlung vom Film „Catch The Killer“

In Baltimore verwandelt sich die Silvesternacht in ein Horrorszenario, als ein Scharfschütze wahllos Feiernde von Dächern aus unter Beschuss nimmt. Die Explosionen von Feuerwerken dienen ihm dabei als Tarnung. Polizistin Eleanor Falco reagiert geistesgegenwärtig auf die Krise und sichert entscheidendes Videomaterial, das die Flucht potenzieller Verdächtiger festhält. Eine SWAT-Einheit durchsucht das letzte bekannte Versteck des Schützen und stößt auf eine erschreckende Leerstelle: keine Opfer, aber klare Hinweise auf eine geplante Flucht.

Am nächsten Tag zieht FBI-Sonderermittler Lammark Eleanor für eine Spezialeinheit heran, beeindruckt von ihrer Scharfsinnigkeit. Zusammen mit Agent Jack McKenzie bildet sie eine Brücke zwischen der FBI-Ermittlung und den städtischen Polizeikräften. Ihre Zusammenarbeit deckt die akribische Planung des Schützen auf, der eine leerstehende Wohnung und eine militärische Waffe nutzte. Dies deutet auf ein tief verwurzeltes Motiv hin, das über reine Gewalt hinausgeht.

Falscher Verdacht

Eine falsche Fährte führt zu einem tragischen Irrtum. Ein junger Einheimischer wird fälschlicherweise für den Täter gehalten und stirbt. Dieser Vorfall wirft moralische Fragen auf und hinterlässt Zweifel an der Vorgehensweise des Teams. Durch die Befragung scheinbar unbedeutender Zeugen wird unbeabsichtigt Eleanors problematische Vergangenheit aufgedeckt. Ihre offene Auseinandersetzung mit persönlichen Dämonen zeigt die Komplexität ihres Charakters.

Der unbekümmerte Täter verübt einen weiteren Massenmord in einem Einkaufszentrum. Die Tat, eingefangen von Überwachungskameras, treibt die Ermittlung voran, zeigt jedoch auch die Grenzen der Einbindung der Öffentlichkeit auf. Lammarks Entscheidung, die Medien einzuschalten, endet in einem Fiasko, das zu seiner Absetzung führt. Das Team muss sich mit den Konsequenzen und der schwer fassbaren Natur ihres Gegners auseinandersetzen.

Ein Durchbruch führt Eleanor direkt zum Täter, Dean Possey, und entwirrt eine Geschichte familiärer Konflikte und persönlichen Leids. Die Konfrontation mit Deans Mutter, die tragische Enthüllung seiner Vergangenheit und das abschließende Aufeinandertreffen beleuchten die Tiefe von Deans Verzweiflung. Eleanors Beharrlichkeit angesichts tödlicher Gefahr, gepaart mit einer tiefgründigen Auseinandersetzung mit ihren eigenen Verletzlichkeiten, betont die Spannung der Erzählung. Das bittersüße Ende, beladen mit moralischer Ambiguität, zeigt Eleanors Verhandlung mit Gerechtigkeit, Erlösung und persönlicher Integrität im Schatten gesellschaftlicher Erwartungen.

Filmkritik und Rezension von „Catch The Killer“

Catch The Killer„, das englischsprachige Debüt des argentinischen Regisseurs Damián Szifron, stellt einen bemerkenswerten Beitrag zum Genre des Krimi-Thrillers dar. Szifron, der auch das Drehbuch zusammen mit Jonathan Wakeham verfasste, nähert sich dem sensiblen Thema des Massenmords mit einer erstaunlichen Zurückhaltung. Statt auf spektakuläre Gewaltdarstellungen zu setzen, baut der Film eine subtile Spannung auf und schafft eine fast elegische Stimmung, die an die klassischen Thriller erinnert. Diese Herangehensweise hebt „Catch The Killer“ von den actiongeladenen Verfolgungsjagden ab, die in heutigen Genrebeiträgen oft zu finden sind.

Im Mittelpunkt der Handlung steht Eleanor Falco, dargestellt von Shailene Woodley, deren Traum von einer Karriere beim FBI durch ihr impulsives Temperament und vergangene Drogenprobleme verhindert wurde. Ihre komplexe Figur – ein Mix aus Aggressivität, Eigenbrötelei und Selbstzerstörungstendenz – spiegelt die Eigenschaften wider, die auch ihre Gegenspieler oft aufweisen. Dies macht sie zu einer idealen Ermittlerin, die in der Lage ist, sich in den Täter hineinzuversetzen. Die Beziehung zwischen ihr und dem FBI-Agenten Lammark entwickelt sich auf eine Weise, die sowohl ihre persönlichen Kämpfe als auch die Herausforderungen innerhalb des Ermittlungsteams authentisch und glaubwürdig darstellt.

Die Inszenierung von „Catch The Killer“ bleibt authentisch und zurückhaltend, selbst bei der Darstellung des Massenmords, und fokussiert sich auf die Komplexität des Falls sowie die durch Vorgesetzten-Arroganz entstehenden Schwierigkeiten. Die visuelle Darstellung und Shailene Woodleys subtile Darbietung heben das Innenleben ihrer Figur hervor, während das Ende trotz psychologischer Klischees den Film als spannend und stimmig präsentiert, der sich von der Norm abhebt.

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