Salt

Evelyn Salt, eine CIA-Agentin, gerät in eine Spirale aus Verrat und Geheimnissen, als sie in Nordkorea wegen Spionageverdachts gefangen genommen wird. Ein verzweifelter Fluchtversuch und ein emotionaler Gefangenenaustausch, inszeniert durch die Bemühungen ihres Freundes, zwingen sie, ihre Loyalitäten zu hinterfragen. Jahre später steht sie vor einer noch größeren Herausforderung: Ein russischer Überläufer beschuldigt sie, eine Schläferagentin zu sein, bestimmt, den russischen Präsidenten zu ermorden. Die Jagd beginnt, als sie versucht, ihren Namen zu reinigen und eine düstere Verschwörung aufzudecken.

Dauer: 100 Min.
FSK: ab 16 Jahren
Jahr:
Regie: Phillip Noyce
Produzenten: Lorenzo di Bonaventura, Sunil Perkash
Hauptdarsteller: Angelina Jolie, Liev Schreiber, Chiwetel Ejiofor
Nebendarsteller: Daniel Olbrychski, Andre Braugher, Hunt Block
Genres: Action & Abenteuer, Thriller
Studio: Sony
Sprachen: Deutsch

Als Salt in eine tödliche Falle gelockt wird, beginnt ein atemberaubendes Rennen gegen die Zeit. Sie navigiert durch ein Labyrinth aus Täuschung und Gefahr, um ihren entführten Mann zu retten und einen drohenden Krieg zwischen den Weltmächten zu verhindern. Mit jedem Schritt, den sie unternimmt, enthüllt sich eine weitere Schicht ihres geheimnisvollen Doppellebens. Die Grenzen zwischen Freund und Feind verschwimmen, als sie sich einer unvorstellbaren Wahl stellt: ihre eigene Identität zu opfern oder eine globale Katastrophe zu riskieren. Angelina Jolie beweist eindrucksvoll, dass in einer Welt voller Täuschungen nur die Wahrheit eine Waffe sein kann.

Besetzung / Schauspieler, Regie und Drehorte

Im Jahr 2010 erschien der Action-, Spionage- und Thrillerfilm „Salt„, der in drei verschiedenen Versionen veröffentlicht wurde: die Kinoversion mit einer Laufzeit von 96 Minuten, den Extended Cut mit 97 Minuten und den Director’s Cut, der 100 Minuten umfasst. Die Regie übernahm Phillip Noyce, während das Drehbuch von Kurt Wimmer und Brian Helgeland stammt. Für die musikalische Untermalung sorgte James Newton Howard, und hinter der Kamera stand Robert Elswit. Die Produktion lag in den Händen von Lorenzo di Bonaventura und Sunil Perkash.

Die Hauptrolle der Evelyn Salt wurde von Angelina Jolie verkörpert, an ihrer Seite spielten Liev Schreiber als Ted Winter und Chiwetel Ejiofor in der Rolle des Peabody. Zu weiteren Mitgliedern der Besetzung zählten Daniel Olbrychski und Daniel Pearce als älterer bzw. jüngerer Oleg Orlov, August Diehl als Michael „Mike“ Krause sowie weitere bekannte Gesichter wie Hunt Block und Andre Braugher.

Interessanterweise durchlief der Action-Thriller eine vielschichtige Entwicklungsphase, bevor Phillip Noyce als Regisseur bestätigt wurde. Ursprünglich war der Film für Tom Cruise in der Rolle des Edwin A. Salt gedacht, der jedoch aufgrund von Parallelprojekten und Bedenken bezüglich der Ähnlichkeit zur Figur Ethan Hunt aus „Mission: Impossible“ absagte. Der Titel des Films, eine Anspielung auf die SALT-Abkommen zur Atomrüstungsbegrenzung, sowie die Premiere in Los Angeles und die Vorstellung bei der San Diego Comic-Con unterstreichen die Bedeutung und den kulturellen Hintergrund des Films, der sich in den USA und Deutschland großer Beliebtheit erfreute.

Inhalt und Handlung vom Film „Salt“

Evelyn Salt landet in Nordkorea im Gefängnis, da man sie des Spionageverdachts für die USA bezichtigt. Um die Öffentlichkeit zu beruhigen, die ihr Freund, der Arachnologe Mike Krause, mit seinem Einsatz für sie erzeugt, arrangiert die CIA einen Gefangenenaustausch. Mike hält um ihre Hand an, obwohl sie ihm gesteht, eine CIA-Agentin zu sein.

Zwei Jahre darauf verhört Evelyn den russischen Überläufer Oleg Vasilyevich Orlov. Ihre CIA-Kollegen Ted Winter und Darryl Peabody beobachten dies. Orlov enthüllt, dass russische Schläferagenten, bekannt als „KAs“, am „Tag X“ die USA zerstören werden. Einer von ihnen, „KA-12“, soll den russischen Präsidenten Boris Matveyev auf der Beerdigung des US-Vizepräsidenten ermorden. Er behauptet, KA-12 sei Evelyn Salt.

Peabody befiehlt, sie festzunehmen. Orlov entkommt nachdem er zwei Agenten getötet hat. Auch Evelyn flieht und versucht, ihren Mann anzurufen, während sie vor der CIA und der Polizei flieht. Mike wurde entführt. Sie besorgt sich Waffen und ein Glas mit einer Spinne.

Matveyev’s Tod

Auf der Beerdigung des Vizepräsidenten schießt Salt auf Matveyev und ergibt sich Peabody, statt die Gelegenheit zu nutzen, ihn zu töten. Matveyev wird für tot erklärt. Sie entkommt zu einem Lastkahn, wo Orlov mit weiteren Schläferagenten wartet. In Rückblenden erinnert sie sich an ihre Kindheit in der Sowjetunion, ihre Ausbildung mit anderen Kindern und die Übernahme der Identität der echten Evelyn Salt, einem amerikanischen Mädchen, das bei einem Autounfall in der Sowjetunion starb.

Orlov testet ihre Loyalität, indem er sie mit Mike wiedervereint, nur um ihn sofort vor ihren Augen töten zu lassen. Ihr fehlendes Reaktionsvermögen überzeugt ihn. Er teilt ihr mit, dass sie und ein weiterer KA den US-Präsidenten Howard Lewis ermorden sollen. Evelyn tötet Orlov und die anderen Agenten und trifft sich mit dem KA Shnaider, der sich als tschechischer NATO-Verbindungsoffizier ausgibt.

Als Shnaiders männlicher Attaché verkleidet, begleitet sie ihn ins Weiße Haus. Shnaider startet einen Selbstmordanschlag, der den Präsidenten in einen sicheren Untergrundbunker treibt. Ihr gelingt es, in den äußeren Bunker einzudringen.

Wiedersehen mit einem Schläfer

Russland mobilisiert sein Atomarsenal als Reaktion auf die Ermordung Matveyevs. Der US-Präsident Lewis bereitet Vergeltungsmaßnahmen vor. Als Winter erkennt, dass Salt im äußeren Bunker ist, tötet er alle im inneren Bunker, außer dem Präsidenten. Er offenbart sich als KA Nikolai Tarkovsky.

Tarkovsky will Raketen auf Mekka und Teheran richten, um Milliarden Muslime gegen die USA aufzubringen. Evelyn gibt vor, ihn zu bewundern, und fast überzeugt sie ihn, sie in den inneren Bunker zu lassen. Ein Bericht verkündet jedoch, dass Präsident Matveyev lebt. Seine Lebenszeichen waren nur durch Spinnengift unterdrückt.

Tarkovsky erkennt, dass sie nicht auf seiner Seite steht. Er offenbart, dass sie als Sündenbock für die Atomangriffe dienen soll. Salt dringt in den Bunker ein und stoppt den Raketenstart. Verstärkung trifft ein und sie wird festgenommen, während Tarkovsky sich als CIA ausgibt. Als Evelyn in Ketten abgeführt wird, greift Tarkovsky nach einer Schere. Sie wirft ihre Kette um seinen Hals und springt über das Geländer, was ihn tötet.

Schluss-Szene Spion gegen Spion aus dem Film Salt mit Angelina Jolie

Allein mit Peabody in einem Hubschrauber erklärt Salt ihre Handlungen. Sie verspricht, die verbleibenden KA-Agenten zu jagen, falls sie freigelassen wird. Sie weist darauf hin, dass Matveyev lebt und sie ihn nicht erschossen hat. Ihre Fingerabdrücke auf dem Lastkahn überzeugen Peabody. Er lässt sie in den Potomac River springen.

Filmkritik und Rezension von „Salt“

Phillip Noyces Film „Salt“ entführt das Publikum in eine Welt, in der die Kalten Krieger USA und Russland ein weiteres Mal aufeinandertreffen, eine Idee, die in Hollywood zwar nicht neu, aber durchaus unterhaltsam ist. Während der Film mit einer rasanten Action daherkommt, die kaum Zeit zum Luftholen lässt, scheint die Storyline selbst für einen Actionthriller ein wenig zu dünn. Die Verwendung von Nordkorea als universellem Bösewicht und die Rückkehr zu altbekannten Feindbildern wirkt dabei fast wie ein nostalgischer Rückgriff auf die Ära des Kalten Krieges. Diese Entscheidung des Regisseurs, gepaart mit einer Ignoranz gegenüber Logik und intellektuellem Tiefgang, mag für Actionliebhaber anziehend wirken, hinterlässt jedoch bei kritischer Betrachtung einen faden Beigeschmack.

Angelina Jolie in der Rolle der Evelyn Salt zu sehen, war eine Entscheidung, die dem Film eine gewisse Würze verlieh, auch wenn es müßig erscheint, darüber zu spekulieren, ob Tom Cruise in Mission Impossible Manier, als ursprünglich vorgesehener Hauptdarsteller, eine bessere Figur gemacht hätte. Jolies Darstellung als Action-Heldin, die im Alleingang einen Film mit einem Budget von über 100 Millionen Dollar trägt, zeigt einmal mehr ihre Stärke in diesem Genre. Doch trotz ihrer beeindruckenden physischen Leistung und der Fähigkeit, das Publikum in ihren Bann zu ziehen, kann auch sie nicht über die vorhersehbaren Twists und die Mangelhaftigkeit der Story hinwegtäuschen. Der Film lebt von seiner „Style-Over-Substance“-Inszenierung, bei der spektakuläre Stunts und eine hochwertige Produktion die dünne Handlung überdecken.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass „Salt“ zwar als actiongeladenes Spektakel überzeugt, in dem Jolie ihre Rolle als Action-Ikonie zementiert, das Werk jedoch in puncto Story und Charakterentwicklung zu wünschen übrig lässt. Die Nebendarsteller, darunter Liev Schreiber und August Diehl, spielen ihre Rollen solide, bleiben aber im Schatten der dominierenden Hauptdarstellerin und der explosionsreichen Szenen. Der Spionage-Thriller mag für einen unterhaltsamen Kinoabend sorgen, reiht sich aber letztlich in die lange Liste von Actionfilmen ein, die mehr auf visuelle Effekte als auf eine fesselnde Erzählung setzen. Der Schluss ist ohne ein „Happy End“ und lässt die Möglichkeit einer Fortsetzung offen.

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