The Marvels

Die Marvels“ beginnt mit einem Blick auf die getrennten Leben der drei Hauptcharaktere. Carol Danvers, die als Captain Marvel den interstellaren Raum durchquert. Kamala Khan, die in ihrem Zimmer in Jersey City ihrer Bewunderung für die Superheldin nachgeht. Monica Rambeau, die hoch über der Erde auf einer Raumstation Dienst tut. Regisseurin Nia DaCosta führt uns geschickt in eine Welt ein, in der diese drei Frauen durch eine Reihe von Zufällen und kosmischen Anomalien zusammengeführt werden. Ihre Wege kreuzen sich aufgrund der Machenschaften der Kree-Anführerin Dar-Benn, die mit einem mystischen Artefakt das Gleichgewicht der Macht zu ihren Gunsten verschiebt.

Dauer: 105 Min.
FSK: ab 12 Jahren
Jahr:
Regie: Nia DaCosta
Produzenten: Kevin Feige
Hauptdarsteller: Brie Larson, Teyonah Parris, Iman Vellani
Nebendarsteller: Zawe Ashton, Gary Lewis, Park Seo-joon
Genres: Fantasy, Science Fiction
Studio: Kevin Feige Production
Sprachen: Deutsch, English

Als Dar-Benns Manipulationen das Universum ins Chaos stürzen, finden sich Danvers, Khan und Rambeau plötzlich in einem Netz aus Intrigen und Gefahren wieder, das ihre Fähigkeiten auf die Probe stellt. Die Herausforderung, die vor ihnen liegt, ist gewaltig. Sie müssen sich gegen eine Bedrohung stellen, die das Potenzial hat, das gesamte kosmische Gefüge zu zerstören. Ihre Reise führt sie von den Weiten des Weltraums bis zurück zur Erde. Da wo sie nicht nur gegen äußere Feinde kämpfen, sondern auch die innere Dynamik ihrer neu gefundenen Verbindung meistern müssen. Dieser Prozess prüft ihre Stärke, ihren Mut und ihre Fähigkeit, als Team zusammenzuarbeiten, und stellt den Kern dessen dar, was „The Marvels“ zu einem unvergesslichen Erlebnis macht.

Besetzung / Schauspieler, Regie und Drehorte

The Marvels„, unter der Regie von Nia DaCosta, feierte seine Premiere am 8. November 2023. Es markiert den 33. Spielfilm im Marvel Cinematic Universe. Dieser Film knüpft an „Captain Marvel“ und „Ms. Marvel“ an. In den Hauptrollen glänzen Brie Larson, Teyonah Parris und Iman Vellani.

Die Produktion übernahm Kevin Feige, während Nia DaCosta zusammen mit Megan McDonnell und Elissa Karasik das Drehbuch schrieb. Die Musik komponierte Laura Karpman. Sean Bobbitt führte die Kamera, und Catrin Hedström sowie Evan Schiff zeichneten sich für den Schnitt verantwortlich. Drehort war unter anderem die Pinewood Studios in Buckinghamshire.

Trotz eines vielversprechenden Starts erzielte „The Marvels“ die niedrigsten Eröffnungseinnahmen aller MCU-Filme. Weltweit kamen bis zum 13. Dezember 2023 Einnahmen von 202,65 Millionen Dollar zusammen. Dennoch erhielt der Film Anerkennung. Laura Karpman gewann den Hollywood Music in Media Award für die beste Filmmusik. Brie Larson erhielt eine Nominierung bei den People’s Choice Awards 2024.

Inhalt und Handlung vom Film „The Marvels“

In „The Marvels“ beginnt die Geschichte mit Kamala Khan, die in ihrem Schlafzimmer in Jersey City Fanbilder von Captain Marvel malt. Gleichzeitig befindet sich Monica Rambeau an Bord der S.A.B.E.R-Raumstation, die die Erde umkreist. Die Carol Danvers ist weit entfernt im Kosmos mit ihrem Flerken Goose unterwegs. Diese drei unterschiedlichen Orte und Zustände der Protagonistinnen führen sie durch eine Reihe unerwarteter Ereignisse zusammen. Die Antagonistin Dar-Benn, die neue Anführerin der Kree, holt sich eine Hälfte der Quantenbänder zurück, die Kamala besitzt, und nutzt diese, um einen Sprungpunkt im Weltraum zu zerreißen. Dieses Ereignis zieht die Aufmerksamkeit von S.W.O.R.D. auf sich und setzt eine Kette von Ereignissen in Gang, die das Schicksal des Universums beeinflussen könnten.

Nick Fury bittet Monica, die Anomalie in der Nähe der S.A.B.E.R-Raumstation zu untersuchen, während Carol Danvers den Ursprung des Energiephänomens erkunden soll. Die Untersuchung führt zu einem unerwarteten Platztausch zwischen den drei Frauen durch Teleportation, als Rambeau die Anomalie berührt. Dieser Wechsel zwingt jede von ihnen, gegen die Kree-Feinde der jeweils anderen zu kämpfen, was sogar zur Zerstörung des Hauses der Khans führt. Kamala erhält dabei Unterstützung von Goose, dem Flerken. Diese chaotische Situation offenbart eine tiefere Verbindung zwischen den Frauen, die durch die Kräfte von Danvers, Rambeau und Kamala und deren Quantenverschränkung verursacht wird.

Besuch auf der Erde

Als die drei Frauen versuchen, ihre Situation zu verstehen und an ihre ursprünglichen Orte zurückzukehren, besuchen Fury und Rambeau Kamala auf der Erde. Kamalas Versuch, ihre Kräfte zu demonstrieren, führt erneut zum Platztausch mit Danvers. Diese Ereignisse bringen die Gruppe zu der Erkenntnis, dass die lichtbasierten Kräfte der drei durch Quantenverschränkung miteinander verbunden sind. Dies erklärt ihre Fähigkeit, Plätze zu tauschen, wenn mindestens zwei von ihnen gleichzeitig ihre Kräfte nutzen.

Diese Entdeckung ist entscheidend für das Verständnis der Kräfte und wie sie gegen ihre Feinde eingesetzt werden können. Der Konflikt eskaliert weiter, als Dar-Benn einen weiteren Sprungpunkt öffnet, der die Atmosphäre eines anderen Planeten zu Hala umleitet, um die lebensnotwendigen Ressourcen ihres Planeten wiederherzustellen. Dieser Akt der Verzweiflung führt zur Zerstörung des Planeten Tarnax und gefährdet das Leben vieler Skrulls. Carol, Monica und Kamala bilden ein Team, das sich informell „The Marvels“ nennt, um gegen Dar-Benn und ihre Pläne vorzugehen.

Das Loch im Multiversum

Ihre Mission führt sie zum Wasserplaneten Aladna, wo sie die Einheimischen auf Dar-Benns Angriff vorbereiten. Trotz ihrer Bemühungen gelingt es Dar-Benn fast, Kamalas Quantenband zu stehlen, was die drei zur Flucht zwingt. Im entscheidenden Moment nutzen Kamala und Danvers ihre gemeinsamen Kräfte, um Rambeau mit Energie zu versorgen und das Loch ins Multiversum zu schließen, allerdings bleibt Rambeau dabei im Multiversum zurück. Die Rettung der Erde und die Wiederherstellung der Sonne von Hala durch Danvers‘ Opfer handeln ihr den Titel der Retterin der Kree ein. Dies führt zu einem Frieden zwischen den Skrulls und Krees.

Carol hilft schließlich Kamalas Familie bei ihrem Umzug, was zeigt, dass aus den Ereignissen eine tiefere Verbindung und gegenseitige Unterstützung zwischen den Charakteren entstanden ist. Kamalas Inspiration, eine neue Gruppe von Helden zu gründen, deutet auf zukünftige Abenteuer und die fortwährende Entwicklung des Marvel Cinematic Universe hin. Die Mid-Credit-Szene, in der Rambeau in einem Paralleluniversum erwacht, öffnet die Tür für weitere spannende Geschichten und Verbindungen innerhalb des MCU.

Filmkritik und Rezension von „The Marvels“

Nia DaCostas „The Marvels“ schlägt mit einem Budget von bis zu 275 Millionen Dollar große Wellen, doch es scheint, als hätte eine schlankere Produktion dem Film gutgetan. Während die dynamischen Charaktermomente zwischen den Hauptfiguren das Publikum fesseln, wirken die zahlreichen Weltraumschlachten überflüssig. Die lenken von den eigentlichen Stärken des Films ab. Insbesondere Iman Vellani bringt frischen Wind und eine beispiellose Leidenschaft in das Marvel Cinematic Universe (MCU). Sie macht den Film trotz seiner Schwächen zu einem unterhaltsamen Kinoerlebnis. Die Armee von Katzenbabys, angeführt von Goose, sorgt für heitere Momente und zeigt, dass der Film in seinen besten Momenten eine charmante Leichtigkeit erreicht.

Die Verstrickung der Kräfte des Haupttrios durch ein mystisches Artefakt führt zu einem interessanten Kernkonzept, das durch den ständigen Platzwechsel der Charaktere für humorvolle und unerwartete Wendungen sorgt. Diese Dynamik bietet einen kreativen Rahmen für die Geschichte und stellt eine Verbindung zwischen den Figuren her, die über ihre individuellen Kräfte hinausgeht. Leider nutzt „The Marvels“ dieses Potenzial nicht vollständig aus, indem die einzigartige Mechanik in den großen Schlachtsequenzen kaum weiterentwickelt wird.

„The Marvels“ strahlt in den Momenten, in denen die Beziehung zwischen den Hauptfiguren in den Vordergrund rückt, und offenbart, was den Film wirklich auszeichnet. Die zwischenmenschlichen Beziehungen und die Entwicklung der Charaktere. Die Chemie zwischen Brie Larson und Iman Vellani hebt sich besonders hervor und verleiht dem Film emotionale Tiefe. Trotz der verpassten Chancen und der überladenen Action-Szenen schafft es „The Marvels“, den Zuschauer mit seinem Charme und Witz zu gewinnen. Die finalen Credit-Szenen wecken zudem Neugier auf die Zukunft des MCU, auch wenn der Film selbst in der Flut der Marvel-Produktionen nicht vollständig überzeugen kann.

X