Ainbo – Hüterin des Amazonas

Ainbo – Hüterin des Amazonas“ erzählt die Geschichte der jungen Ainbo, die in der verborgenen Zivilisation Candámo im Herzen des Amazonas lebt. Als begeisterte Jägerin träumt sie davon, ihr Dorf zu beschützen und zu führen. Ihr Leben nimmt eine dramatische Wendung, als sie auf zwei tierische Geister, Dillo und Vaca, trifft. Diese enthüllen ihr eine drohende Gefahr in Form des mysteriösen Yacuruna. Ainbo steht vor der Herausforderung, ihren Stamm vor dieser Bedrohung zu retten.

Dauer: 89 Min.
Jahr:
Regie: Jose Zelada, Richard Claus
Produzenten: Richard Claus, César Zelada, José Zelada
Hauptdarsteller: Lola Raie, Rene Mujica, Naomi Serrano
Nebendarsteller: Alejandra Gollas, Bernardo De Paula, Joe Hernandez
Genres: Kinder & Familie, Zeichentrick
Studio: Cinema Managemet Group, Tunche Films
Sprachen: Deutsch, English

In ihrer Mission wird Ainbo von ihrer besten Freundin Zumi unterstützt, der designierten Königin ihres Stammes. Die beiden Mädchen erleben eine abenteuerliche Reise, die von Freundschaft und Mut geprägt ist. Sie begegnen dabei verschiedenen Geistern des Dschungels und lernen wichtige Lektionen über Vertrauen und Glauben. „Ainbo – Hüterin des Amazonas“ ist eine fesselnde Erzählung über den Mut, die Familie und die Bedeutung des Glaubens an sich selbst.

Besetzung / Schauspieler, Regie und Drehorte

Ainbo Hüterin des Amazonas“ ist ein Animationsfilm aus dem Jahr 2021. Mit einer Länge von 89 Minuten richtet er sich an ein breites Publikum und trägt die Altersfreigabe FSK 0. Das Genre des Films ist Animation, was auf eine lebendige und visuell ansprechende Erfahrung hinweist. Unter der Regie von José Zelada und Richard Claus entstand dieser Film, wobei José Zelada auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnet. Richard Claus, César Zelada und José Zelada trugen zur Produktion bei. Für die musikalische Untermalung sorgte Vidjay Beerepoot, während Job ter Burg den Schnitt übernahm.

Die Besetzung umfasst talentierte Schauspieler und Synchronsprecher wie Lola Raie, Bernardo De Paula, Naomi Serrano, Alejandra Gollas, Joe Hernandez und Dino Andrade. Sie verleihen den Charakteren ihre einzigartigen Stimmen, was dem Film eine zusätzliche Dimension verleiht. Interessant ist die familiäre Verbindung der Zeladas zum Amazonas. Sie lebten in den 1980er Jahren nahe des Ucayali-Flusses in Pucallpa, im Amazonasbecken. Dies spiegelt sich in der Handlung und dem Hintergrund des Films wider.

Bei der Produktion setzte EPIC Cine fortschrittliche Technologien ein. Dazu gehörten 3D-Animation, digitale Skulptur, Motion Capture und VFX. Sergio Zelada übernahm die Leitung für Animation und visuelle Effekte. Bemerkenswert ist auch die Beteiligung von Studenten der Epic Film School, die von Tunche Films gegründet wurde. Obwohl „Ainbo“ bei den Quirino Awards 2022 in den Kategorien „Bester iberoamerikanischer Animationsspielfilm“ und „Bestes Sounddesign und beste Originalmusik“ nominiert war, ging der Film leer aus. Er unterlag in beiden Kategorien dem Film „Bob Spit – We Do Not Like People“.

Inhalt und Handlung vom Film „Ainbo – Hüterin des Amazonas“

„Ainbo – Hüterin des Amazonas“, ein Film von José Zelada und Richard Claus aus dem Jahr 2021, entführt uns in die unerforschte Zivilisation von Candámo, tief im Amazonas-Dschungel. Hier träumt die 13-jährige Ainbo davon, die beste Jägerin ihres Stammes zu werden. Sie ist eng befreundet mit Zumi, der Tochter des Häuptlings Huarinka, die Ainbo nach dem Tod ihrer Mutter inoffiziell adoptierte. An dem Tag, an dem Zumi zur neuen Königin von Candámo gekrönt werden soll, entdeckt Ainbo jedoch zwei Tiergeister, das Gürteltier Dillo und das Tapir Vaca. Sie behaupten, Zumi’s Geisterführer zu sein, um gegen den Yacuruna anzutreten, einen mysteriösen Fluch, der den Dschungel bedroht.

Als Ainbo den Stamm informieren will, erscheinen die tollpatschigen Geister nicht, weshalb ihr niemand glaubt. Ainbos Betreuerin Chuni verspricht, ihr von ihrer Mutter zu erzählen, die ebenfalls mit Geistern in Kontakt stand. Doch Chuni wird am nächsten Tag tot aufgefunden. Verzweifelt läuft Ainbo davon. Der Jäger Atok glaubt, Ainbo sei verantwortlich und verfolgt sie. Die Geister offenbaren Ainbo indessen, dass sie eine Quest bestreiten muss, um den Yacuruna zu stoppen. Sie trifft unerwartet auf den geheimnisvollen Westler Cornell DeWitt, einen Zauberer, der eine zerstörerische Holz- und Bergbaufirma durch den Regenwald führt. Nach einer weiteren Begegnung mit Atok trifft Ainbo die mächtigste Muttergeist der Amazonas, die Schildkröte Motelo Mama.

Geheimnisse des Amazonas und der Kampf gegen das Böse

Sie offenbart, dass der Geist ihrer Mutter in Ainbos Lieblingsbaum lebt. Motelo Mama weist sie an, den Riesenfaultiergeist Pelejo aufzusuchen, der ihr einen Mondstein-Dolch geben wird, um den Baum zu erwecken. Ainbos schwierige Reise zum Vulkan von Pelejo endet mit der Rückkehr zum Stamm, wo sie jedoch neuen Ärger vorfindet. Atok und Zumi haben DeWitt getroffen, der sich als Botaniker ausgab. Sie brachten ihn nach Candámo, da er versprach, ihre Krankheiten und den Fluch gegen Gold aus ihren Ländereien zu heilen.

Ainbo erkennt in ihm den Yacuruna, kann Zumi jedoch nicht überzeugen und wird aus dem Stamm verbannt. Atok beobachtet, wie DeWitt Zumi und Huarinka mit seinen Kräften manipuliert. Er erkennt, dass Ainbo recht hatte, und verbündet sich mit ihr. Sie benutzen den Dolch, um den Geist von Ainbos Mutter, Lizeni, zu beschwören, die ihnen einen gesegneten Pfeil gibt, um den Yacuruna zu stoppen. Ainbo erfährt, dass Atok ihre Mutter liebte, sie seine Liebe jedoch nicht erwiderte, was ihn verbitterte. Lizeni stoppt die Bergbaufirma und stellt sich dem Yacuruna, als dieser den Stamm übernimmt. Sie enthüllt, dass er eigentlich ein böser Geist ist, der einen Mann namens Will besessen hat.

Der Yacuruna entfesselt seine Kräfte, nimmt Zumi als Geisel und erschafft einen gigantischen mechanischen Skorpion aus den Bulldozern seiner Firma, um Ainbo und Atok anzugreifen. Unsicher wegen ihrer mangelnden Bogenschießfähigkeiten findet Ainbo mit Lizenis Hilfe ihr Selbstvertrauen. Sie trifft den Yacuruna mit dem Pfeil, besiegt den Geist und befreit Will und Zumi. Es stellt sich heraus, dass Will Ainbos Vater ist. Nachdem er sich mit seiner Familie wiedervereint und Atok versprochen hat, Ainbo aufzuziehen, ziehen Lizeni und Will in die Geisterwelt. Ainbo und Zumi versöhnen sich und versprechen, den Stamm in eine neue Zukunft zu führen.

Filmkritik und Rezension von „Ainbo – Hüterin des Amazonas“

Ainbo – Hüterin des Amazonas“ ist ein bemerkenswerter Beitrag zum Genre der Animationsfilme und sticht durch seine lebendige Darstellung des Amazonas-Dschungels hervor. Der Film, unter der Regie von José Zelada und Richard Claus, bietet eine reiche Palette an Farben und detaillierten Animationen, die das Auge erfreuen. Die Hauptfigur Ainbo ist als mutiges und entschlossenes Mädchen gestaltet, deren Abenteuergeist und Verbindung zur Natur tiefgründige Themen wie Umweltschutz und kulturelle Wertschätzung ansprechen. Die visuelle Umsetzung des Films ist beeindruckend, insbesondere die Darstellung des üppigen, lebendigen Amazonas.

In narrativer Hinsicht bietet der Film eine recht lineare, aber dennoch packende Handlung. Die Geschichte von Ainbos Kampf gegen die zerstörerischen Kräfte, die ihren Heimatwald bedrohen, verwebt Elemente des Abenteuers, der Freundschaft und des Heldentums. Allerdings mangelt es dem Film an Tiefe und Komplexität in der Charakterentwicklung und Storyline, was bei einem älteren Publikum für weniger Resonanz sorgen könnte. Trotzdem bleibt die Botschaft von Umweltbewusstsein und der Bedeutung von Heimat und Tradition ein wichtiger und aktueller Aspekt des Films.

Einer der kritischen Punkte des Films ist jedoch die gelegentliche Vorhersehbarkeit und das Fehlen von überraschenden Wendungen, was die Spannung etwas mindert. Die Nebencharaktere, obwohl charmant und humorvoll, bleiben weitgehend eindimensional. Dennoch ist „Ainbo – Hüterin des Amazonas“ insgesamt ein erfreuliches Filmvergnügen, besonders für jüngere Zuschauer. Er präsentiert eine inspirierende Heldin, wunderschöne Animationen und eine wichtige Botschaft über den Schutz unserer natürlichen Welt, was ihn zu einem sehenswerten Film für die ganze Familie macht.

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