Braveheart

Braveheart„, veröffentlicht im Jahr 1995, gilt als eines der herausragenden Werke in Mel Gibsons Karriere. Er porträtiert das Leben des schottischen Helden William Wallace. Der Film führt uns durch eine turbulente Zeit in Schottland, in der das Land ohne einen klaren Thronfolger in politisches Chaos stürzt. Gibson, der Regie führte und die Hauptrolle spielte, bringt die Spannung und die Emotionen dieser Epoche meisterhaft auf die Leinwand.

Dauer: 177 Min.
FSK: ab 16 Jahren
Jahr:
Regie: Mel Gibson
Produzenten: Alan Ladd junior, Mel Gibson, Bruce Davey
Hauptdarsteller: Mel Gibson, Sophie Marceau, Patrick McGoohan
Nebendarsteller: Brendan Gleeson, Catherine McCormack, David O’Hara
Genres: Action & Abenteuer, Drama
Studio: FOX
Sprachen: Deutsch, English

Wallace, gespielt von Gibson, ist die treibende Kraft des Films. Sein Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit steht im Zentrum der Handlung. „Braveheart“ überzeugt durch seine realistischen und intensiven Kampfszenen, die vor der beeindruckenden Landschaft Schottlands inszeniert sind. Diese Szenen sind nicht nur visuell eindrucksvoll, sondern tragen auch maßgeblich zur Entwicklung der Geschichte bei. Der Film bietet eine Mischung aus Action, Drama und einer Spur Romantik, was ihn zu einem vielschichtigen Erlebnis macht. Wallace‘ Charakter wird als komplex und tiefgründig dargestellt, seine Entschlossenheit und sein Mut inspirieren und bewegen die Zuschauer.

Besetzung / Schauspieler, Regie und Drehorte

Braveheart„, ein Film aus dem Jahr 1995, besticht durch seine eindrucksvolle Länge von 177 Minuten und eine Altersfreigabe von FSK 16. Das Genre, ein Drama, unterstreicht die emotionale Tiefe des Films. Mel Gibson, in der Doppelrolle als Hauptdarsteller und Regisseur, verkörpert William Wallace, eine zentrale Figur der schottischen Geschichte. Die Besetzung ist prominent: Sophie Marceau spielt Prinzessin Isabelle, Patrick McGoohan ist König Eduard I., und Angus Macfadyen nimmt die Rolle von Robert the Bruce ein. Weitere wichtige Charaktere werden von Brendan Gleeson, Catherine McCormack, David O’Hara und James Cosmo dargestellt.

Mel Gibson war nicht nur als Schauspieler und Regisseur tätig, sondern auch als Produzent, gemeinsam mit Alan Ladd junior und Bruce Davey. Das Drehbuch stammt von Randall Wallace. Musikalische Untermalung des Films übernahm James Horner, während John Toll für die Kameraführung und Steven Rosenblum für den Schnitt verantwortlich waren. Produktion überzeugt durch ihre Detailtreue und historische Genauigkeit.

Die Dreharbeiten zu „Braveheart“ begannen im Juni 1994. Sie fanden hauptsächlich in Schottland und Irland statt. Besonders bemerkenswert ist die Einbeziehung von Mitgliedern der Irish Army Reserve als Statisten für die Kampfszenen. In manchen Szenen wurden bis zu 1.600 Extras eingesetzt, die beide Armeen darstellten. Diese effiziente Nutzung von Ressourcen half, die Produktionskosten zu senken. Der Erfolg des Films spiegelt sich in seiner Anerkennung wider: „Braveheart“ wurde mit fünf Oscars und einem Golden Globe Award ausgezeichnet.

Inhalt und Handlung vom Film „Braveheart“

„Braveheart“ beginnt mit der jugendlichen Prägung William Wallaces im Schottland des Jahres 1280. Nach dem Tod des schottischen Königs Alexander III. und in Abwesenheit eines direkten Thronfolgers erobert der englische König Edward „Longshanks“ das Land. Wallace erlebt die Hinrichtung schottischer Adliger und den Tod seines Vaters und Bruders im Kampf gegen die Engländer. Diese Ereignisse hinterlassen tiefe Narben in seiner Seele. Sein Onkel Argyle nimmt ihn daraufhin mit auf eine Pilgerreise durch Europa. Die Erfahrungen formen den jungen Wallace und legen den Grundstein für seinen späteren Freiheitskampf gegen die englische Besatzung.

Jahre später kehrt Wallace als erwachsener Mann nach Schottland zurück. Er findet sein Land unter englischer Herrschaft vor, geprägt durch Longshanks‘ brutale Politik, einschließlich des ius primae noctis. Wallace entfacht seine Liebe zu Murron MacClannough neu, einer Jugendliebe, und heiratet sie heimlich. Doch das Glück währt nicht lange. Murron wird von englischen Soldaten ermordet, ein Akt, der Wallace‘ Rebellion entfacht. Er führt seinen Clan in den Kampf gegen die englische Garnison in seiner Heimatstadt, was den Beginn der schottischen Aufstandsbewegung markiert. Die Männer von Wallace und er besiegen die Engländer und senden eine klare Botschaft des Widerstandes an Longshanks. Währenddessen versucht Longshanks, Wallace mit allen Mitteln zu stoppen, und beauftragt seinen Sohn Prinz Edward damit, während er selbst versucht, das Bündnis mit Frankreich zu festigen.

Die Verhandlungen mit Wallace

Wallace‘ Ruf als Freiheitskämpfer wächst, und immer mehr Schotten schließen sich seiner Sache an. Die schottische Armee erringt einen entscheidenden Sieg in der Schlacht von Stirling Bridge. Der Wallace enthauptet den englischen Kommandanten und plündert York. Er sucht auch die Unterstützung von Robert the Bruce, einem schottischen Adligen und Thronanwärter. Longshanks entsendet seine Schwiegertochter Isabella in einem Versuch, mit Wallace zu verhandeln. Doch unerwartet verliebt sich Isabella in Wallace.

Isabellas Begegnung mit Wallace führt zu einer unerwarteten Wendung. Sie verliebt sich in ihn und warnt ihn vor einer bevorstehenden Invasion. Trotz ihrer Warnung erlitt Wallace eine verheerende Niederlage in der Schlacht von Falkirk, als er von Longshanks und schottischen Adligen verraten wird. In dieser Schlacht ziehen die Adligen Mornay und Lochlan ihre Truppen zurück, was Wallaces Niederlage besiegelt. Wallace erfährt zudem, dass Robert the Bruce an der Seite der Engländer kämpfte. Dieser Verrat lässt Wallace tief enttäuscht zurück. Robert, der den Schaden erkennt, den er angerichtet hat, verurteilt seinen Vater und schwört, die richtige Seite zu wählen.

Wallace setzt seinen Kampf fort und tötet die verräterischen Adligen Lochlan und Mornay. Er führt einen Guerillakrieg gegen die englische Besatzung, unterstützt von Isabella, mit der er eine Affäre beginnt. Robert the Bruce plant ein Treffen mit Wallace, doch wird er von seinem Vater verraten. Als Wallace gefangen genommen wird und an die Engländer ausgeliefert. Isabella rächt sich an Longshanks, indem sie ihm offenbart, dass sie ein Kind von Wallace erwartet. In London wird Wallace vor Gericht gestellt, wegen Hochverrats angeklagt und zur öffentlichen Hinrichtung verurteilt. Selbst in seinen letzten Momenten bleibt er standhaft und ruft „Freiheit“ aus, bevor er stirbt. Jahre später erinnert sich Robert the Bruce an Wallaces Erbe und führt Schottland in die Freiheit.

Filmkritik und Rezension von „Braveheart“

Mel Gibsons „Braveheart“ aus dem Jahr 1995 bricht mit der Tradition mittelalterlicher Filme, die oft als schwerfällig und kitschig gelten, und erzählt dabei die Geschichte des schottischen Freiheitskämpfers William Wallace. Er übernimmt nicht nur die Hauptrolle, sondern zeichnet auch für die Regie und Produktion verantwortlich, was wesentlich zum Erfolg des Films beiträgt. Dieser Erfolg manifestiert sich in beeindruckenden Einspielergebnissen und zahlreichen Oscars. „Braveheart“ hebt sich durch seine packende Erzählweise und den Verzicht auf übertriebenes Pathos hervorragend ab.

Der Film spielt im Schottland des späten 13. Jahrhunderts, einer Zeit voller politischer Unruhe und Machtkämpfe. Wallace, gespielt von Gibson, wird nach der brutalen Ermordung seiner Frau zum Rebellen gegen die englische Besatzungsmacht. Seine Transformation vom friedliebenden Mann zum Anführer der schottischen Freiheitsbewegung wird sowohl glaubwürdig als auch eindrucksvoll inszeniert. „Braveheart“ besticht durch seine authentischen und zugleich spektakulären Schlachtenszenen, die in der wilden Schönheit Schottlands angesiedelt sind. Der Kinofilm schont die Zuschauer nicht und zeigt das brutale Mittelalter in all seiner Rohheit, was zur Glaubwürdigkeit und Intensität des Films beiträgt, jedoch für manche Zuschauer herausfordernd sein kann.

Gibson liefert in der Rolle des William Wallace eine seiner besten Leistungen. Seine Darstellung als gebrochener Racheengel und leidenschaftlicher Anführer ist überzeugend und prägnant. Sophie Marceau brilliert als Prinzessin Isabelle, deren subtile Darstellung zwischen Melancholie und Stärke oszilliert. Bei der musikalische Untermalung von James Horner, gekennzeichnet durch keltische Elemente und Dudelsackklänge, untermalt die Handlung perfekt. Die filmische Umsetzung, insbesondere die Verlangsamung der Zeit in Schlüsselszenen, verstärkt die emotionale Wirkung des Films. „Braveheart“ ist somit nicht nur ein historisches Schlachtenepos, sondern auch ein tiefgründiges Werk über Freiheit und Selbstbestimmung.

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