Glück ist was für Weicheier

Der Film „Glück ist was für Weicheier“ ist eine Drama-Komödie aus dem Jahr 2018 und erzählt von der kleinen Jessica und ihrer älteren Schwester Sabrina, die beide komplett unterschiedlich sind. Jessica sieht zum Beispiel aus wie ein Junge, während Sabrina hübsch ist und gegen eine tödliche Krankheit kämpft.

Dauer: 91 Min.
FSK: ab 12 Jahren
Jahr:
Regie: Anca Miruna Lazarescu
Produzenten: Tobias Walker, Philipp Worm
Hauptdarsteller: Martin Wuttke, Tina Ruland, Christian Friedel
Nebendarsteller: Sophie Rois, Emilia Bernsdorf, Stephan Grossmann
Genre: Drama
Studio: Walker Worm Film
Sprachen: Deutsch

Ihr Zustand verschlechtert sich immer mehr. Jessica findet in einem alten Buch ein komisches Ritual, das ihrer Schwester vielleicht helfen könnte. Sabrina müsste hierfür mit einem Jungen schlafen. Aus diesem Grund such Jessica nach einem passenden Partner für ihre Schwester.

Besetzung / Darsteller, Regie und Drehorte

Glück ist was für Weicheier“ wurde unter der Regie von Anca Miruna Lazarescu gedreht. Das dazugehörige Drehbuch wurde dagegen von Silvia Wolkan verfasst. Produziert wurde der Film in Deutschland von Jörg Schneider, Tobias Walker und Philipp Worm, sodass die Originalsprache Deutsch ist. Für die Kamera und den Schnitt waren Christian Stangassinger, Andre Bendocchi Alves und Hansjörg Weissbrich zuständig. Um die Ausstattung kümmerte sich Iris Trescher, während Anna Wübber für die Kostüme Sorge trug.

Die Besetzung besteht aus 17 Darstellern, wovon Ella Frey als Jessica Gabriel, Martin Wuttke als Stefan Gabriel, Emilia Bernsdorf als Sabrina Gabriel und Christian Friedel als Dr. Wolfgang Teuter die Hauptrollen gespielt haben.

Weitere wichtige Rollen wurden vertreten von Tina Ruland (Melanie Kranz), Stephan Grossmann (Horst Kranz), Sophie Rois (Renate Gems), Tim Dieck (Nicolai), Antonia Fulss (Klara), Karsten Kramer (Siegfried Gehrer), Kim Riedle (Gloria Teuter), Anna Schumacher (Janine), Barbel Schwarz (Tanja), Christian Lex (David Metzger), Jan Andreesen (Sanitäter), Manuel Klein (Patient) und Friederike Lohrer (Empfangsdame Krankenhaus).

Handlung & Story vom Film „Glück ist was für Weicheier“

Das Familienoberhaupt ist Stefan Gabriel, der ein sehr engagierter Vater ist und sich immer darum bemüht, eine optimistische Lebenseinstellung zu haben. Er arbeitet als Bademeister, ist aber nebenher als Sterbebegleiter tätig. Zudem ist er alleinerziehend und muss hart für seine zwei Kinder arbeiten, die Jessica und Sabrina heißen und ihren typischen Teenager Problemen ausgesetzt sind.

Jessica wird von den meisten als ein Junge gehalten, weil sie weder mädchenhaft aussieht noch sich wie ein Mädchen kleidet. Außerdem hat sie Ticks, die in ihrer Umgebung nicht gerade große Akzeptanz finden. Zum Beispiel möchte sie einige Zahlen nicht nennen, weil diese Unglück bringen. Ihre Unglückszahl ist 11, weil an einem Elften ihre Mutter gestorben und ihre Schwester krank geworden sind. Sie zieht ihre Socken immer rhythmisch hoch. Außerdem ist in der Schule ihr Spitzname „Neutrum“ aufgrund ihres komischen Aussehens. Sie glaubt daran, dass man Krankheiten mit der Hand wegwischen kann und hat eine starke Durchsetzungsfähigkeit.

Sabrina hat ganz andere Probleme. Sie ist ein wunderschönes Mädchen, aber auch sterbenskrank. Sie hat ihr Leben überhaupt nicht im Griff und ihre Krankheit verschlechtert sich mit jedem Tag mehr. Sabrina leidet unter einer seltenen Lungenkrankheit. Jessicas Ticks werden ebenfalls immer schlimmer und sie hat Angst, ihre Schwester bald verlieren zu müssen. Stefan, der Vater, ist mit seiner eigenen Trauer überfordert und kann seinen Kindern überhaupt nicht helfen. Damit er sich ab und zu entspannen kann, hört er sich Walgesänge an.

Aus diesem Grund muss ein Überlebensplan her, der allen Parteien dabei hilft, mit dieser skurrilen Situation umzugehen. Die Schwestern entdecken ein uraltes Buch und blättern in ihm herum. Darin finden sie ein Ritual, dass Sabrinas komplettes Leben verändern könnte. Dazu bräuchte sie nur Geschlechtsverkehr zu haben – Dann würde sie schnell wieder genesen und ihr Leben weiterleben können. So würde die Krankheit von Sabrina auf den Geschlechtspartner übertragen werden, was keinesfalls moralisch ist.

Deshalb will Jessica nun schnell einen passenden Partner für Sabrina finden. Beide haben nur noch wenig Zeit, sodass Jessica alles daran setzen muss, dass ihre Schwester bald Sex hat. Diese Idee ist verrückt, doch beide Schwestern wollen das durchziehen.

Jessica muss dann bald zu einem Therapeuten, weil sie mit ihren Ticks nicht mehr umgehen kann, sodass diese Tatsache das Leben ihrer Schwester gefährdet. Sabrina schaut aufgrund dessen Zombiefilme an, wie Menschen nacheinander sterben und hat sich schon eine passende Musik für ihre Beerdigung ausgesucht. Das zentrale Thema des Films ist durchgängig der Umgang mit Tod und Krankheit und damit nicht die ganze Spannung genommen wird, wird nicht verraten, ob Sabrina am Ende überlebt oder stirbt.

Fazit & Kritiken zum Film „Glück ist was für Weicheier“

Bevor sich die Regisseurin mit Tragikomödien befasste, waren ihr Spezialgebiet Dokumentarfilme. Leider muss man bei diesem Film feststellen, dass beim Schnitt so einiges schiefgelaufen ist. Die Problemthemen werden komisch erzählt, sodass man schnell das Interesse beim Zuhören verliert. Einige Szenen führen zu nichts und viele der Figuren tauchen ganz selbstverständlich auf, was in einem guten Film nicht passieren darf. Auch der Tonfall ist uneinheitlich, sodass man am Ende ein trauriges Hig hat.

Nichtsdestotrotz beschäftigt sich „Glück ist was für Weicheier“ mit einem wichtigen Thema und sorgt für viel Gänsehaut. Obwohl das Thema negativ ist, wird der Film positiv gedreht, sodass man diesen ohne allzu große Trauer anschauen kann. Manchmal fühlen sich die Handlungen wie eine Probefahrt mit dem Auto an – es geht einiges schief.

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