Hacksaw Ridge – Die Entscheidung

Ein gewöhnlicher Tag im Leben von Desmond Doss, im Kriegsfilm „Hacksaw Ridge – Die Entscheidung„, ändert sich dramatisch, als ein Arbeitsunfall ihn zum Helden werden lässt. Er rettet einen Mann und trifft auf seine große Liebe, die Krankenschwester Dorothy. Der Wunsch, zu helfen, ohne zu töten, treibt ihn an. Desmond meldet sich freiwillig als Sanitäter, trotz der Bedenken seiner Familie. Sein Glaube und seine Prinzipien werden auf die Probe gestellt. Das Ausbildungslager wird zur Bühne seiner Überzeugungen.

Dauer: 140 Min.
FSK: ab 16 Jahren
Jahr:
Regie: Mel Gibson
Produzenten: David Permut, Bill Mechanic, Brian Oliver, William D. Johnson, Bruce Davey, Paul Currie, Terry Benedict
Hauptdarsteller: Andrew Garfield, Teresa Palmer, Sam Worthington
Nebendarsteller: Luke Bracey, Vince Vaughn, Hugo Weaving, Rachel Griffiths
Genre: Kriegsfilme
Studio: Lionsgate, Icon Film
Sprachen: Deutsch, English

Desmonds Entschlossenheit, keine Waffe zu tragen, sorgt für Konflikte. Kameraden und Vorgesetzte stellen ihn auf die Probe. Doch er bleibt standhaft, trotz Demütigungen und körperlicher Angriffe. Als er vor ein Militärgericht muss, steht sein Schicksal auf dem Spiel. Doch die Unterstützung seines Vaters und seine unerschütterliche Haltung führen zu einer historischen Entscheidung. Er darf als unbewaffneter Sanitäter in die Schlacht ziehen. Eine Entscheidung, die die Anerkennung seiner Kameraden und Vorgesetzten noch erfordert.

Besetzung / Schauspieler, Regie und Drehorte

Hacksaw Ridge – Die Entscheidung„, inszeniert von Mel Gibson, kam 2016 heraus. Der Film, mit einer Länge von 140 Minuten, wurde unter der Altersfreigabe FSK 16 veröffentlicht. Hauptdarsteller Andrew Garfield schlüpft in die Rolle des Desmond T. Doss. Teresa Palmer unterstützt als Dorothy Schutte, und Sam Worthington agiert als Captain Jack Glover. Weitere wesentliche Rollen übernehmen Luke Bracey und Vince Vaughn.

Die Produktion führte Mel Gibson durch, unterstützt von einem Team, darunter David Permut und Bill Mechanic. Robert Schenkkan und Andrew Knight schrieben das Drehbuch. Für die musikalische Untermalung zeichnet Rupert Gregson-Williams verantwortlich, während Simon Duggan die Kameraführung übernahm. Der Schnitt lag in den Händen von John Gilbert.

Die Dreharbeiten zu „Hacksaw Ridge“ fanden von September bis Dezember 2015 statt. Gedreht wurde hauptsächlich in New South Wales, Australien. Nach einer langen Entwicklungszeit startete der Film am 26. Januar 2017 in Deutschland. Mit einem Budget von etwa 45 Millionen US-Dollar realisierte das Team dieses ambitionierte Projekt.

Inhalt und Handlung vom Film „Hacksaw Ridge – Die Entscheidung“

„Hacksaw Ridge – Die Entscheidung“ beginnt mit einer intensiven Schlachtszene im Zweiten Weltkrieg auf Okinawa, wo der Sanitäter Desmond Doss schwer verwundet gerettet wird. Eine Rückblende führt uns in Desmonds Kindheit in Virginia, seine traumatischen Erfahrungen und die schwierigen Familienverhältnisse. Der junge Desmond wächst in einer strenggläubigen Familie auf, geprägt von den Schatten eines alkoholisierten, kriegstraumatisierten Vaters.

Als junger Mann erlebt Desmond einen einschneidenden Moment, der sein Leben verändert, und beschließt, ohne Waffen zu kämpfen. Trotz der Einwände seiner Liebsten tritt er der Armee bei, fest entschlossen, nur als Sanitäter zu dienen. Im Ausbildungslager Fort Jackson trifft er auf unterschiedliche Kameraden und Vorgesetzte, die seinen pazifistischen Überzeugungen skeptisch gegenüberstehen.

Konflikte und Herausforderungen

Desmonds Weigerung, Waffen zu tragen, führt zu Konflikten, Demütigungen und schweren Prüfungen im Militärcamp. Seine Standhaftigkeit zieht die Feindseligkeit seiner Mitrekruten und das Misstrauen seiner Vorgesetzten auf sich. Trotz physischer und psychischer Misshandlungen bleibt Desmond seinem Glauben treu.

Eine entscheidende Wendung tritt ein, als Desmond den Befehl verweigert, eine Waffe zu führen, was zu seiner Verhaftung führt. Ein dramatischer Gerichtsprozess entscheidet schließlich über sein Schicksal. Mit der Unterstützung seines Vaters gelingt es ihm, als unbewaffneter Sanitäter in den Krieg zu ziehen.

Auf Okinawa zeigt Desmond außergewöhnlichen Mut. Trotz der Gefahren rettet er unter Beschuss dutzende verwundete Soldaten. Seine selbstlosen Taten auf dem Schlachtfeld von Hacksaw Ridge, darunter das Risiko seines eigenen Lebens, um anderen zu helfen, verändern die Einstellung seiner Kameraden und Vorgesetzten grundlegend.

Anerkennung und Nachwirkungen

Desmonds heldenhafte Leistungen werden schließlich anerkannt, als er die Medal of Honor erhält, die höchste militärische Auszeichnung der USA. Der Film endet mit echten Aufnahmen und Berichten über Desmond Doss, der als Held gefeiert wird, und reflektiert sein Vermächtnis der Menschlichkeit im Angesicht des Grauens des Krieges.

Filmkritik und Rezension von „Hacksaw Ridge – Die Entscheidung“

„Hacksaw Ridge – Die Entscheidung“ ist kein gewöhnlicher Kriegsfilm. Unter Mel Gibsons Regie erleben wir ein atemberaubendes Drama, das den unerschütterlichen Glauben und die Heldentaten von Desmond Doss in den Vordergrund stellt. Ein Sanitäter, der trotz des gnadenlosen Feindfeuers unzählige Leben rettet, ohne selbst zur Waffe zu greifen. Diese Handlung allein sorgt für einen bemerkenswerten Kontrast und eine Tiefenschärfe, die selten in Kriegsfilmen zu finden ist. Gibson, trotz persönlicher Kontroversen, beweist erneut sein unbestreitbares Talent, indem er die Schrecken des Krieges mit der menschlichen Standhaftigkeit konfrontiert. Ein Meisterwerk, das nicht nur die Brutalität des Krieges, sondern auch die Stärke des menschlichen Geistes zeigt.

Jedoch ist „Hacksaw Ridge“ nicht ohne Kritik. Die Darstellung von Gewalt, so realistisch und ungeschönt sie auch sein mag, überschreitet oft die Grenze zum Erträglichen. Gibsons Hang zur expliziten Brutalität kann manche Zuschauer mehr abschrecken als zur Reflexion anregen. Zudem könnte die eindringliche Darstellung von Doss‘ Pazifismus als überzogen und manchmal predigend wahrgenommen werden. Dennoch können diese Elemente auch als integraler Bestandteil des Filmes angesehen werden, der die Ambivalenz von Krieg und menschlichen Prinzipien verkörpert.

Trotz der intensiven Gewaltdarstellung und der manchmal grenzwertigen Heroisierung des Hauptcharakters, steht außer Frage, dass „Hacksaw Ridge“ eine beeindruckende Leistung ist. Andrew Garfields Darstellung des Desmond Doss ist ergreifend und authentisch, was dem Film eine starke emotionale Komponente verleiht. Die Nebencharaktere, insbesondere durch Hugo Weaving und Vince Vaughn verkörpert, fügen der Geschichte Tiefe und Vielschichtigkeit hinzu. Gibsons Fähigkeit, die innere Zerrissenheit und den äußeren Kampf seiner Charaktere darzustellen, macht „Hacksaw Ridge“ zu einem unvergesslichen Kriegsfilm, das trotz aller Kritikpunkte lange in Erinnerung bleibt.

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