James Bond 007: Der Hauch des Todes

Im Film „James Bond 007: Der Hauch des Todes“ übernimmt Timothy Dalton die Rolle des legendären Geheimagenten James Bond. Diese Ausgabe der Bond-Serie beginnt mit einer spannungsgeladenen Sequenz auf Gibraltar, wo Bond eine tödliche Bedrohung abwehrt und seine Fähigkeiten als Spion unter Beweis stellt. Der Film führt den Zuschauer dann nach Bratislava, wo Bond die Aufgabe hat, General Koskov bei seinem Übertritt in den Westen zu unterstützen. Die Handlung nimmt eine unerwartete Wendung, als Bond eine Attentäterin, die sich als Cellistin herausstellt, verschont und somit die Ereignisse in eine neue Richtung lenkt.

Dauer: 130 Min.
FSK: ab 12 Jahren
Jahr:
Regie: John Glen
Produzenten: Albert R. Broccoli, Michael G. Wilson
Hauptdarsteller: Timothy Dalton, Maryam d’Abo, Joe Don Baker
Nebendarsteller: Art Malik, John Rhys-Davies, Jeroen Krabbé
Genre: Action & Abenteuer
Studio: MGM
Sprachen: Deutsch, English

Dalton bringt eine frische, dynamische Energie in die Rolle des James Bond, die sich deutlich von der Darstellung seines Vorgängers Roger Moore unterscheidet. Sein Bond ist komplexer und zeigt mehr Tiefe, was sich in seinen Entscheidungen und seiner Herangehensweise an die Mission widerspiegelt. Der Film nimmt den Zuschauer mit auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle und Action, die durch beeindruckende Drehorte in Österreich und Nordafrika bereichert wird. Die komplexe Handlung mit ihren zahlreichen Wendungen fordert die volle Aufmerksamkeit des Publikums. „James Bond 007 – Der Hauch des Todes“ ist somit mehr als nur ein gewöhnlicher Spionagefilm; er ist ein fesselndes Kinoerlebnis, das durch Daltons einzigartige Interpretation des James Bond-Charakters und die spannenden Actionsequenzen geprägt ist.

Besetzung / Schauspieler, Regie und Drehorte

James Bond 007: Der Hauch des Todes„, erschienen 1987, markiert eine Wende in der Bond-Reihe. Mit einer Länge von 130 Minuten und einer FSK-12-Freigabe, taucht dieser Actionfilm in eine Welt voller Spannung und Abenteuer ein. Als 15. Film der Serie, präsentiert er Timothy Dalton erstmals in der Rolle des James Bond. Unterstützt wird er von einem talentierten Ensemble, darunter Maryam d’Abo, Jeroen Krabbé und John Rhys-Davies. Die Premiere in deutschen Kinos fand am 13. August 1987 statt. Der Film lehnt sich an eine Kurzgeschichte von Ian Fleming an und beginnt mit einer packenden Szene, in der Bond einen Scharfschützen ausschalten soll.

Die Produktion des Films war eine internationale Angelegenheit. Gedreht wurde in den Pinewood Studios in England, sowie in exotischen Locations wie Marokko, Gibraltar und Österreich. Besonders Wien spielte eine zentrale Rolle, wo Szenen an bekannten Orten wie dem Gasometer und Schloss Schönbrunn entstanden. Regie führte John Glen, unterstützt von Drehbuchautoren Richard Maibaum und Michael G. Wilson, Produzenten Albert R. Broccoli und Michael G. Wilson, Komponist John Barry und Kameramann Alec Mills.

Trotz seines künstlerischen Erfolgs blieben die Zuschauerzahlen hinter früheren Bond-Filmen zurück. In den USA verkauften sich nur 14,2 Millionen Kinotickets – ein Tiefstand seit „Der Mann mit dem goldenen Colt“. In Deutschland erreichte der Film 3,1 Millionen Zuschauer, die niedrigste Zahl seit 1974. Trotzdem erhielt der Film Anerkennung, unter anderem eine Saturn Award-Nominierung und den BMI Film Music Award für John Barry. In Deutschland wurde „Der Hauch des Todes“ mit der Goldenen Leinwand ausgezeichnet, was seinen kulturellen Einfluss unterstreicht.

Inhalt und Handlung vom Film „James Bond 007: Der Hauch des Todes“

James Bond, gespielt von Timothy Dalton, wird im Film „James Bond 007: Der Hauch des Todes“ von 1987, auf eine Mission geschickt, um General Georgi Koskov bei seiner Flucht aus der Tschechoslowakei zu unterstützen. In einer dramatischen Szene im Konzertsaal von Bratislava, wo Koskov auftritt, entdeckt Bond, dass der vermeintliche KGB-Scharfschütze eigentlich die Cellistin Kara Milovy ist. Bond entscheidet sich gegen den Befehl, die Scharfschützin zu töten, und rettet stattdessen ihr Leben. Er schmuggelt Koskov erfolgreich in den Westen, indem er eine ausgeklügelte Fluchtroute über die Transsibirische Pipeline nutzt. Die Mission scheint erfolgreich, doch sie führt Bond in ein Netz aus Intrigen.

Nach seiner Ankunft im Westen enthüllt Koskov dem MI6, dass die KGB-Operation „Smiert Spionam“, also „Tod den Spionen“, unter der Leitung von General Leonid Pushkin wiederbelebt wurde. Diese Information führt dazu, dass Bond den Befehl erhält, Pushkin zu finden und zu eliminieren. Währenddessen wird Koskov auf mysteriöse Weise aus seinem sicheren Versteck entführt. Bond, fest entschlossen, die Wahrheit herauszufinden, begibt sich zurück nach Bratislava. Dort entdeckt er, dass Koskovs gesamte Überlaufaktion inszeniert war und Kara in Wahrheit seine Geliebte ist. Mit dieser Enthüllung ändert sich Bonds Mission grundlegend.

Die Bombe im Flugzeug

Bond überredet Kara, ihm zu vertrauen, und bringt sie nach Wien. Sie glaubt, sie würde Koskov wiedersehen. In Wien trifft Bond seinen MI6-Kollegen Saunders, der Verbindungen zwischen Koskov und dem Waffenhändler Brad Whitaker aufdeckt. Kurz darauf wird Saunders getötet, und Bond realisiert die Tiefe der Verschwörung, in die er verwickelt ist. Er und Kara reisen weiter nach Tanger. Dort konfrontiert Bond Pushkin, der jede Kenntnis von „Smiert Spionam“ abstreitet. Pushkin entlarvt Koskov als Betrüger, der vor der Strafverfolgung wegen Unterschlagung flieht. Bond schmiedet einen Plan, um Koskovs und Whitakers Vorhaben zu durchkreuzen.

In Afghanistan eskaliert die Situation, als Bond und Kara in die Hände von Koskov und seinem Handlanger Necros fallen. Sie werden zu einer sowjetischen Luftbasis gebracht. Dort entdecken sie Koskovs wahren Plan: den Verkauf einer massiven Opiumlieferung, um mit dem Erlös Waffen zu finanzieren. Bond und Kara gelingt es, zusammen mit Kamran Shah, dem Anführer der örtlichen Mujahideen, zu entkommen. Sie decken Koskovs Plan auf und vereiteln ihn, indem sie eine Bombe in dem Flugzeug platzieren, das das Opium transportiert. In einem spektakulären Kampf besiegen sie Necros und verhindern so den Drogenhandel.

Zurück in Tanger nimmt Bond Rache an Whitaker und durchkreuzt dessen illegale Waffengeschäfte mit Hilfe seines amerikanischen Verbündeten Felix Leiter. Pushkin verhaftet Koskov und schickt ihn zurück nach Moskau. Der Film endet mit einer Szene, in der Kara als Solocellistin in Wien auftritt. Dort trifft sie auf Kamran Shah und andere Diplomaten, darunter General Gogol, Pushkins Vorgänger beim KGB. In einer romantischen Wende taucht Bond in Karas Garderobe auf, und das Paar umarmt sich, was auf eine mögliche Zukunft hindeutet.

Filmkritik und Rezension von „James Bond 007 – Der Hauch des Todes“

James Bond 007 – Der Hauch des Todes„, unter der Regie von John Glen, präsentiert eine packende Einführung, die sofort Spannung erzeugt. Bond, meisterhaft verkörpert durch Timothy Dalton, zeigt sich hier von einer raueren, rebellischeren Seite, was einen deutlichen Kontrast zu seinen Vorgängern bildet. Die Handlung beginnt dramatisch auf Gibraltar, wo Bond sich einem unerwarteten Mörder gegenübersieht und ihn nach einem intensiven Kampf besiegt. In Bratislava, seinem nächsten Ziel, bewahrt er den russischen General Koskov vor dem sicheren Tod und begibt sich auf eine komplexe Mission, die von Verrat und Täuschung durchzogen ist.

Der Film bringt einige bemerkenswerte Neuerungen. Daltons Stuntarbeit verleiht den Action-Szenen eine realistischere und fesselndere Qualität. Besonders beeindruckend sind die Verfolgungsjagd mit dem Aston Martin V8 auf einem zugefrorenen See und der Kampf auf einem Flugzeug. Diese Szenen stechen hervor durch ihre überzeugende Inszenierung und den Verzicht auf übertriebene Spezialeffekte. Der Plot, der sich an einer Kurzgeschichte von Ian Fleming orientiert, weicht vom üblichen James-Bond-Schema ab. Es geht weniger um Weltuntergangsszenarien, sondern vielmehr um eine komplexe Spionagegeschichte. Dieser Ansatz verlangt vom Publikum mehr Aufmerksamkeit, belohnt aber mit einer fesselnden und glaubwürdigen Handlung.

Trotz seiner Stärken wurde „Der Hauch des Todes“ vom Publikum nicht so herzlich aufgenommen, wie er es verdient hätte. Dalton, obwohl ein fähiger Bond-Darsteller, erhielt nicht die Anerkennung, die ihm gebührte. Der Film leidet unter der Erwartungshaltung eines Publikums, das an eine bestimmte Art von Bond-Filmen gewöhnt war. Nichtsdestotrotz bietet dieser Bondfilm eine erfrischende Abwechslung und zeichnet sich durch exzellente Musik, eine tiefgründige Handlung und beeindruckende Actionsequenzen aus. Er bleibt ein wichtiger und zu Unrecht unterschätzter Eintrag in der James-Bond-Filmreihe.

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