Meine teuflischen Nachbarn

In „Meine teuflischen Nachbarn“ entfaltet sich eine Geschichte, die in einer gewöhnlichen amerikanischen Vorstadt spielt. Regisseur Joe Dante zeigt auf humorvolle Weise, wie das Erscheinen der mysteriösen Familie Klopek in einer friedlichen Nachbarschaft Unruhe stiftet. Hauptfigur des Films ist Ray Peterson, gespielt von Tom Hanks. Er verkörpert den typischen Familienvater, dessen Urlaubspläne durch die neuen Nachbarn unerwartet auf den Kopf gestellt werden. Ray, der eine ruhige Zeit zu Hause geplant hatte, sieht sich plötzlich mit der Aufgabe konfrontiert, das Geheimnis der Klopeks zu lüften.

Dauer: 101 Min.
FSK: ab 16 Jahren
Jahr:
Regie: Joe Dante
Produzenten: Larry Brezner, Michael Finnell
Hauptdarsteller: Tom Hanks, Bruce Dern, Carrie Fisher
Nebendarsteller: Wendy Schaal, Rick Ducommun, Patrika Darbo
Genre: Komödie
Studio: NBC Universal Andere Formate
Sprachen: Deutsch, English

Die Handlung nimmt eine komische Wendung, als Ray und seine Nachbarn beginnen, die Klopeks zu überwachen. Ihre anfängliche Neugier verwandelt sich schnell in Obsession. Unterstützt wird Ray dabei von Art Weingartner und Mark Rumsfield, die ebenfalls von dem neuen, geheimnisvollen Nachbarn fasziniert sind. Gemeinsam stürzen sie sich in ein Abenteuer, das mit jeder Wendung absurder wird. Dieser Film ist eine humorvolle Auseinandersetzung mit dem Vorstadtleben und den oft irrationalen Ängsten, die in einer scheinbar perfekten Welt aufkommen können.

Besetzung / Schauspieler, Regie und Drehorte

Meine teuflischen Nachbarn“ ist eine schwarze Komödie aus dem Jahr 1989. Unter der Regie von Joe Dante entstand dieser Film. Die Hauptrolle spielte Tom Hanks als Ray Peterson. An seiner Seite agierten Carrie Fisher als Carol und Cory Danziger als Dave. Bruce Dern verkörperte Mark Rumsfield, während Wendy Schaal Bonnie spielte. Rick Ducommun trat als Art Weingartner auf, Patrika Darbo als dessen Frau. Die Story stammt aus der Feder von Dana Olsen. Er hatte zudem einen Cameo-Auftritt.

Der Film parodiert das Leben in Vorstädten. Als Kulisse diente das Universal Studio. Hier wurde über zehn Wochen im Sommer 1988 gedreht. Die Produktion übernahmen Larry Brezner und Michael Finnell. Jerry Goldsmith komponierte die Musik. Für die Kameraarbeit war Robert M. Stevens verantwortlich. Marshall Harvey schnitt den Film. Der Film erhielt Kultstatus.

Cory Danziger wurde für den Young Artist Award nominiert. Die Dreharbeiten fanden hauptsächlich auf der Colonial Street statt. Diese bildete die Sackgasse Mayfield Place. Joe Dante betonte den Wunsch, im Viertel zu bleiben. James Spencer, der Produktionsdesigner, passte die Kulisse an. Er hatte bereits an „Poltergeist“ und „Gremlins“ mitgewirkt. Jerry Goldsmith schuf den orchestralen Soundtrack.

Inhalt und Handlung vom Film „Meine teuflischen Nachbarn“

„Meine teuflischen Nachbarn“, ein Film von Joe Dante aus dem Jahr 1989, spielt in einer typischen amerikanischen Vorstadt. Hier zieht die mysteriöse Familie Klopek ein, die schnell Aufmerksamkeit erregt. Ihre neuen Nachbarn sind ebenso skurril: Ray Peterson, der aufrechte Familienvater; Lt. Mark Rumsfield, ein pensionierter Soldat; der proletenhafte Art Weingartner; der Pensionär Walter Seznick und Ricky Butler, ein Jugendlicher, dessen Eltern verreist sind. Jeder hat seine Eigenarten, was die Neugier auf die Klopeks nur noch steigert. Merkwürdige Geräusche und Lichtblitze aus dem Keller der Klopeks sowie nächtliche Grabungsaktionen in ihrem verwahrlosten Garten sorgen für Gerede in der Nachbarschaft.

Eines Nachts beschließen Ray, Rumsfield und Art, die Klopeks zu beobachten. Ausgestattet mit einem Infrarot-Nachtsichtgerät, werden sie Zeugen weiterer unheimlicher Vorgänge. Sie sehen, wie ein Klopek-Mitglied scheinbar schwere Müllsäcke an den Straßenrand schleppt. Die Spannung steigt, doch die Männer zögern, die Mülltonne sofort zu überprüfen. Ihre Neugierde bleibt jedoch ungebrochen, und sie beschließen, am nächsten Morgen weiterzuforschen. Unbemerkt von ihnen haben die Klopeks ihre Beobachtung bemerkt. Ray beobachtet später, wie die Klopeks während eines starken Unwetters erneut im Garten graben, was die Vermutungen der Nachbarn weiter anfacht.

Verdächtige Funde

Am nächsten Tag durchwühlen Art und Rumsfield den Müllwagen, in der Hoffnung, Beweise gegen die Klopeks zu finden. Ihre Suche bleibt erfolglos, doch die Entdeckung, dass ihr Nachbar Walter plötzlich verschwunden ist, schürt neue Verdächtigungen. Die Nachbarn brechen in Walters Haus ein und finden Hinweise, die auf ein ungeplantes Verschwinden hindeuten. Während Art die Klopeks der Teufelsanbetung und des Ritualmordes beschuldigt, sucht Ray nach logischen Erklärungen für die seltsamen Ereignisse.

Doch als Rays Hund einen Knochen ausbuddelt, der einem menschlichen Oberschenkelknochen ähnelt, verdichtet sich der Verdacht gegen die Klopeks. Die Situation eskaliert, als Art und Rumsfield die Klopeks anonym mit ihrem Verdacht konfrontieren. Ein geplantes Treffen zwischen den Nachbarn und den Klopeks verläuft angespannt und wenig aufschlussreich. Ray findet jedoch in ihrem Haus Walters Toupet, was ihn überzeugt, dass die Klopeks für Walters Verschwinden verantwortlich sind.

Vom Verdacht zur Enthüllung

Entschlossen, die Wahrheit herauszufinden, planen Ray, Art und Rumsfield, das Haus der Klopeks zu durchsuchen. Rumsfield koordiniert die Aktion vom Dach seines Hauses aus, während Art und Ray im Garten der Klopeks graben und in ihr Haus eindringen. Sie entdecken einen großen Ofen im Keller, den sie für ein Krematorium halten. Ihre Suche führt sie zu einem hohlen Metallgegenstand, den sie für Walters letzte Ruhestätte halten. Die Dinge nehmen eine dramatische Wendung, als die Klopeks zurückkehren und die Eindringlinge in ihrem Haus entdecken. Gleichzeitig kehrt Walter, lebendig und wohlbehalten, zurück.

Rays Grabungen im Keller führen zur Beschädigung einer Gasleitung, was eine Explosion im Haus der Klopeks verursacht. Als die Polizei eintrifft, wird Ray der Brandstiftung und weiterer Verbrechen beschuldigt. In einem Krankenwagen entschuldigt sich Ray bei Dr. Klopek. Doch in einem letzten, dramatischen Wendepunkt greift Klopek Ray an. Sie kämpfen, bis sie gegen das Auto der Klopeks prallen und darin mehrere skelettierte Leichname entdecken. Letztlich werden die Klopeks als die wahren Verbrecher entlarvt, die Anklage gegen Ray und die anderen wird fallengelassen, und Frieden kehrt in die Vorstadt zurück.

Filmkritik und Rezension von „Meine teuflischen Nachbarn“

In „Meine teuflischen Nachbarn“ porträtiert Joe Dante, bekannt für „Gremlins – Kleine Monster“, das Vorstadtleben mit einer Mischung aus Humor und Suspense. Tom Hanks verkörpert Ray Peterson, einen durchschnittlichen Familienvater, dessen Alltag sich um Ruhe und Einfachheit dreht. Sein entspanntes Urlaubsvorhaben gerät jedoch ins Wanken, als die mysteriöse Familie Klopek in der Nachbarschaft einzieht. Dantes Film taucht tief in die Absurditäten des Vorstadtlebens ein, wobei er die skurrilen Vermutungen der Anwohner aufgreift und die Paranoia, die sich schnell ausbreitet, satirisch beleuchtet. Besonders bemerkenswert ist die Darstellung von Ray Peterson durch Hanks, der mit seinem unauffälligen Charme und seiner Fähigkeit, sich in die Rolle des jeden Mannes einzufühlen, überzeugt.

Die Dynamik zwischen den Charakteren trägt wesentlich zum Charme des Films bei. Rick Ducommun als Art Weingartner und Bruce Dern als Mark Rumsfield ergänzen Hanks perfekt und sorgen für viele Lacher. Ihre überspitzten, argwöhnischen Rollen sind ein treffendes Beispiel für Dantes Fähigkeit, den Spießer-Geist kritisch, aber humorvoll darzustellen. Trotz des nachgedrehten Endes, das etwas von der schneidenden Satire nimmt, bleibt die Gruselkomödie ein treffendes Porträt der Vorstadtkultur.

Abschließend bleibt „Meine teuflischen Nachbarn“ ein Film, der trotz seines etwas abgeschwächten Endes in Erinnerung bleibt. Die Parodie auf das spießige Vorstadtleben und die damit verbundene Massenpsychose wird durch das starke Ensemble und Dantes Regie gekonnt in Szene gesetzt. Der Film mag zwar in seinen letzten Momenten einen Teil seiner Bissigkeit verlieren, doch insgesamt ist er ein amüsantes, scharfsinniges Werk, das die Schwächen und Absurditäten des menschlichen Verhaltens aufzeigt. Damit bleibt „Meine teuflischen Nachbarn“ auch heute noch ein sehenswerter Film, der sowohl durch seine humorvolle Darstellung als auch durch seine gesellschaftskritischen Untertöne besticht.

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