… denn sie wissen nicht, was sie tun (Rebel Without a Cause)

Rebel Without a Cause“ ist der Original-Titel zum Film „… denn sie wissen nicht, was sie tun“. Es handelt sich dabei um ein amerikanisches Drama und stammt aus dem Jahre 1955. Damals fand im Oktober die feierliche Premiere in New York im Astor Theatre statt. Kurz davor kam der Filmstar James Dean bei einem Autounfall ums Leben.

Dauer: 110 Min.
FSK: ab 16 Jahren
Jahr:
Regie: Nicholas Ray
Produzenten: David Weisbart
Hauptdarsteller: James Dean, Natalie Wood, Sal Mineo
Nebendarsteller: Jim Backus, Ann Doran, Corey Allen, William Hopper, Rochelle Hudson
Genre: Drama
Studio: Warner Bros.
Sprachen: Deutsch, English

Im Film kann der Charakter nur knapp dem Tod entrinnen. Seit der Veröffentlichung konnte „Rebel Without a Cause (… denn sie wissen nicht, was sie tun)“ vier Nominierungen und einen Preis erreichen. Etwas später im Jahre 1990 wurde das Filmdrama ins National Film Registry aufgenommen. Dahinter verbirgt sich ein Verzeichnis der amerikanischen Filme, die die Gesellschaft als erhaltenswert ansieht.

Rebel Without a Cause – Besetzung / Darsteller, Regie und Drehorte

Regisseur Nicholas Ray sorgte im Jahr 1955 für Aufregung mit der Vorführung des Films „Rebel Without a Cause“ (… denn sie wissen nicht, was sie tun), denn kurz vor der Premiere verstarb der Hauptdarsteller. Über eine Länge von 106 Minuten können Zuschauer den vorletzten Film von James Dean bestaunen. Wahrscheinlich trug er dazu, dass James Dean zu einem Ausnahmestar wurde.

Die Geschichte stammt aus der Feder vom Drehbuchautor Stewart Stern. Dr. Robert Lindner, ein Psychologe, führte 1944 eine Studie über einen psychopathischen und kriminellen Teenager, darauf basiert das Drehbuch. Kameramann Ernest Haller filmte die Darsteller, dabei richtete er die Kamera auf James Dean alias Jim Stark. Natalie Wood spielt die Rolle der Judy und Sal Mineo taucht als John „Plato“ Crawford auf der Leinwand auf.

Das Drama mit Hauptdarsteller James Dean ist für alle ab dem 12. Lebensjahr gedacht. In weiteren Nebenrollen sind Jim Backus, Ann Doran, Corey Allen, William Hopper, Rochelle Hudson, Edward Platt, Marietta Canty, Virginia Brissac, Dennis Hopper, Frank Mazzola, Jack Grinnage und Ian Wolfe zu sehen.

Handlung & Story vom Film „… denn sie wissen nicht, was sie tun“

Jim Stark ist ein Jugendlicher, der in die obere Mittelschicht gehört. In jüngster Vergangenheit ist er mit seinen Eltern umgezogen, nach Los Angeles. Es ist offensichtlich, dass er bereits am vorherigen Wohnort Ärger hatte, nun landet Jim wegen öffentlicher Trunkenheit nachts bei der Polizei. Als die Polizei nach dem Grund für diese Verhalten fragt: Gibt Jim an, dass er es nicht erträgt, weil seine Eltern ständig streiten. Dabei fühlt er sich als Kind unverstanden, zudem kann er seinem Vater keinen Respekt zollen, weil er unter dem Pantoffel der Frau und der Schwiegermutter steht.

 

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An der neuen Schule stößt Jim schnell auf eine Bande gelangweilter Rowdys, der auch das Mädchen Judy angehört. Es dauert nicht lange, bis es zu einer Provokation von dem Anführer Buzz kommt. Daraus entwickelt sich der Versuch, Jim in einen Kampf zu verwickeln, während einer Ausstellung im Griffith-Observatorium. Aber Jim bewahrt Ruhe und weiß sich zu verteidigen, weswegen Buzz ihn zur Mutprobe herausfordert.

Jim wird von John, auch Plato genannt, gewarnt bei der Mutprobe mitzumachen. John ist ein Fünfzehnjähriger, der den Neuen insgeheim anhimmelt und etwas verstört wirkt. Trotzdem erzählt Plato ihm von einer Villa, die leer steht, ganz in der Nähe des Observatoriums. Dort können Jim und John sich jederzeit verstecken. Am selben Abend treffen sich alle an der Küste zur Mutprobe, es handelt sich um das sogenannte „Hasenfußrennen“. Im Spiel enthalten ist, dass Jim und Buzz in gestohlenen Autos auf eine Klippe zurasen. Dabei wird der als Feigling deklariert, der als Erstes aus dem Auto springt. Jim schafft es und springt kurz vor der Klippe heraus, jedoch bleibt der Jackenärmel von Buzz am inneren des Türgriffs hängen. Das Auto stürzt mit ihm in die Tiefe.

Es dauert nicht lange, bis sich die Nachricht in der Stadt herumgesprochen hat. Schon bald verdächtigen Crunch, Goon und Moose, drei Bandmitglieder, Jim, die Polizei über diesen nächtlichen Vorfall in Kenntnis gesetzt zu haben. Allerdings entbehrt diese Beschuldigung jeglicher Tatsache und Jim muss fliehen. Judy folgt ihm, denn mittlerweile hat sie sich in den Jungen verliebt. Mit von der Partie ist Plato, der sich heimlich herausschleicht, und eine Pistole in der Tasche hat. Schnell kommen sie an der verlassenen Villa an, wo sich Jim und Judy ihre Liebe gestehen.

 

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Kurz darauf entdecken einige Bandenmitglieder das Versteck und sie jagen Plato davon. Dabei verletzt Plato einen der Angreifer und flüchtet querfeldein. Ziel ist das Griffith-Observatorium. Heimlich folgt Jim ihm, daraufhin umstellt die Polizei das Gebäude. Durch bittere Verhandlung gewinnt Jim Platos Vertrauen. Es gelingt ihm, die Patronen aus der Pistole zu entfernen und ihn zum Aufgeben zu überreden.

Daraufhin tritt Plato vors Gebäude, aber die Polizisten sehen nur die Pistole in seiner Hand und erschießen ihn. Kurz zuvor hatte Jim im Observatorium seine eigene rote Jacke Plato geschenkt. Nun nimmt er diese und schließt den Reißverschluss als letzten Freundschaftsakt. Dabei tauchen die Worte auf: „Ihm ist immer kalt.“ Durch die Aufregung haben Jims Eltern wieder zueinandergefunden, worauf er ihnen Judy als Freundin vorstellt.

Fazit & Kritik zu „… denn sie wissen nicht, was sie tun“

Nicholas Ray versuchte, als Regisseur zu analysieren, warum sich viele Teenager in den 50er-Jahren in Amerika bewusst gegen gesellschaftliche Normen wendeten. Eigentlich war der Staat zu der Zeit auf dem Höhepunkt der Macht angekommen und hatte einen tollen Wohlstand in der weißen Mittelklasse erreicht. Damals führte Ray dies auf das Versagen der Eltern zurück, besonders der Väter.

Im heutigen Licht gleicht diese Einstellung als etwas überholt. Durch „Rebel Without a Cause“ wurde James Dean zu einer Kino-Ikone. Im Film wirkt es, als wäre ihm die Rolle des rebellischen, aggressiven und doch zerbrechlichen Jugendlichen auf den Leib geschneidert worden. Leider brachte der Film James Dean kein Glück, noch Sal Mineo oder Natalie, denn auch sie starben einen unnatürlichen und frühen Tod. Sal Mineo wurde im Alter von 37 ermordet und Natalie Wood ertrank mit 43 Jahren.

Gleichwohl ist das Drama eine faszinierende Zeitgeist-Dokumentation aus den 50er-Jahren, ein Testament eines talentierten Hauptdarstellers und ein Außenseiterdrama, was den Zuschauer berührt.

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